Black Metal

Der einfach mal quatschen Bereich.

Re: Black Metal

Ungelesener Beitragvon matze » Do 15. Okt 2009, 09:01

Weil ich zu Hause zur Zeit weder Telefon noch Internet habe, hab ich mir auch mal wieder die Klolektüre gekauft... Bin noch nicht weit gekommen, habe nur die "Einleitung" von dem Primordial Glatzkopf gelesen und die beiden Platten-Listen überflogen... Sinnhaftigkeit und Wahrheitsgehalt von Listen wie "Die 25 besten/wichtigsten/einflussreichsten <beliebiges Objekt> aller Zeiten" gehen natürlich immer stark gegen 0 und sind dabei nur wenig unterhaltsamer als Sonja Zitlows "Die peinlichsten/besten 10..." :-D

Beim lesen dieser "Black Metal Platten die man kennen sollte"-Liste sind mir ein paar Dinge ins Auge gesprungen die ich total hanebüchen fand. Was haben Morbid Angel dort zu suchen?! Satanisch sind/waren die Jungs, ja aber Black Metal.... bruhahahaha... Dann weiter Moonspell... Ja okay, Under the Moonspell war ne BM Scheibe... Aber die aufgeführte Wolfheart?! Au man... Was mich allerdings fast vom Sofa kippen lies war die Black Metal Band des Schmierenkomödianten Rene Wagner. Das ach so kritische und politisch korrekte RockHard empfiehlt Nargaroth?! Einen Typen der lügt wenn er das Maul aufmacht und zudem eindeutig dem rechtsextremen Lager zumindest zugeneigt ist?! Aua, aua, aua...

Naja warum sollte dieses Special einen höheren Wahrheitsgehalt haben als der "Bericht" über das Party.San... Das Wetter war also bewölkt und regnerisch (glaubt man diesem Verlosungsgewinner)?! Warum habe ich mir dann nen weißes Shirt gekauft nur weil ich in schwarzen Klotten nicht mehr ausgehalten habe?! Und Psycroptic waren total langweilig?! Aber Marduk haben natürlich nur verbrannte Erde hinterlassen und Six feet under muss man Live ja einfach mögen... ja nee, is klar! :lol:
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Re: Black Metal

Ungelesener Beitragvon Burning Becks » Do 15. Okt 2009, 09:05

Micha-El hat geschrieben:Ich persönlich finde beim gerumpel immer die Bands am lässigsten, die ne ordentliche Thrashkante drin haben.
So siehts aus. Ex Black-Metaller sind eben die besseren Thrasher.
Ich freue mich schon auf Stench Of Styx-Album Nummer vier! :lol:
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Re: Black Metal

Ungelesener Beitragvon BillBones » Mi 29. Sep 2010, 20:13

Da der D666-Thread geschlossen wurde, bevor ich folgendes posten konnte, möchte ich das denndoch loswerden, weil ich es für wichtig halte, dass sich sowohl BMer als auch nicht-BMer, die aber über den selben sprechen sich mit dem anzusprechendem Problem auseinandersetzten müssen:
Jan- Willem hat geschrieben:
rudesounds hat geschrieben:http://www.metal-archives.com/board/viewtopic.php?t=53169&highlight=&sid=fc1c4885b3c5fd4b50aa15f52083eb66

Wow, was für Vollidioten...
D666 ....hmm....schwierig. Ich habe 2 Alben von denen im Regal stehen: Phoenix Rising und Cold Steel... In keinem von beiden sind rassistische Texte oder Texte, die einer rassistischen Ideologie entspringen enthalten.
Welchem Problem sich der Black Metal Fan irgendwann stellen muss, ist, dass in einer extremen Underground Szene, die lange Kriegs- und heidnische Symbole für sich nutzte, vermutlich KOntaktpunkte mit der rechten Szene hatte. Dummerweise ist das ja heute noch so....aber darum geht es mir nicht.
Sollten/wenn solche Verbindungen bestehen/bestanden haben, ist das nicht zu entschuldigen und ich will das auch nicht schönreden.

Heute bestehen sie, wenn ich das richtig sehe nicht mehr. was die Leute privat machen und denken, ist zwar nicht uninteressant, aber irgendwo steht die Musik auch im Zentrum. Und bevor nun wieder alle aufschreien, lass mich noch folgendes anmerken: Es gibt einen Unterschied ob man aktiv sich im rechten Millieu bewegt und aktiv ist, oder ob man einige, vermutlich sogar "nur" lokalbedingte, Freundschften pflegt, halte ich erstmal noch nicht für eine Verbindung der Band zur rechten Szene. Ich glaube/hoffe, es ist so, wie bei Vesania/Behemoth, dass sich Orion (Sänger/Bassist) davon massiv distanziert und es als Fehler ansieht. NEIN, bei der Band Varg ist das nicht der Fall gewesen.

Ich denke, dass das jeder selbst mit sich ausmachen muss, gleichzeitig aber mindestens ergebnisoffen drüber nachdenken sollte.
Grade bei D666 scheint es zur Zeit ehr diffus zu sein; der Name KK Warslut, der weiße Wolf auf dem Unchain the Wolves Cover sind wohl doch ehr schwammige Argumente. Werd in den nächsten Tagen mal die Augen offen halten und bei Interesse nochmal was dazu schreiben.

Ach und bitte: Keine Statements wie: "Er hat recht, die Musik muss im Vordergrund stehen...; Privates ist uninteressant... ; muss jeder selbst mit sich klar machen". Das wollte ich nicht sagen und schon garnicht als "Entschuldigung" für die Tollerierung jeglichen nationalen/rassistischen Gedankenguts verstanden wissen !!!!!!!!!!!!!


@Insomniac: Du sprachst noch den anderen Umgang mit "Nationalismus" (du hast es nicht gesagt, aber ich benutzte hier dieses Wort) in anderen Ländern, speziell in Australien, und dass wir uns mit unserem Detuschen Denken da nicht so anstellen sollten. Da bin ich fundamental anderer Meineung. Ich muss eine solche Haltung "der Anderen" aus meiner hiesigen Sicht nicht tollerieren, nur weil die da anders damit umgehen. Interessant ist es, wie gehe ich hier mit solch einer Meinung um? Klar, darf ich deren Umgang nicht vernachlässigen, aber ich will keinen Rassismus o.Ä. von wo anders tollerieren, nur weil die da "etwas lockerer und nicht versteift" sind. Mir ist die deutsche Versteifung ein Seegen :)
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Re: Black Metal

Ungelesener Beitragvon matze » Mi 29. Sep 2010, 20:27

Ich hab das andere Thema wieder geöffnet weil ich denen die beabsichtigen zu dem Konzert zu fahren die Möglichkeit lassen will dies abzukaspern. Dafür habe ich Willis Beitrag verlinkt und bitte euch, das hier weiter auszutragen.

/Edit: aber der ein oder andere trinkt vllt. erst mal ne warme Milch mit Honig und kommt erst wieder etwas runter.
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Re: Black Metal

Ungelesener Beitragvon rudesounds » Mi 29. Sep 2010, 22:41

ich wusste nicht, dass das gleich derartig ausartet... eins vorneweg... mir geht es nicht um BM oder NSBM - nazis und nazifreunde gehören nicht auf die bühnen und sollten nicht mit eintrittsgeldern noch supportet werden. das gilt sowohl für metal, punk, hc oder gruftie musik...

nun... inzwischen ist mir eingefallen, warum ich D666 auch immer als "böse" im hinterkopf hatte, nämlich wegen den grüssen an faschobands wie FORTRESS, BRUTAL ATTACK (die erst vor paar wochen auf einem der grössten nazi fest deutschlands musizieren durften und als mitbegründer von blood and honor gelten) und SQUADRON. das sin keine metalbands sondern astreine bonehead nazikapellen der alleruntersten schublade... desweiteren hat herr warslut offensichtlich mit mitgliedern von FORTRESS auch musiziert und veröfentlicht, unter anderem über FUNNY SOUNDS, einen klaren nazi vertrieb: http://www.turnitdown.de/labels.html?&c ... x_list_pi1[showUid]=19

hier mal paar bilder, die die einstellung der genannten bands recht deutlich dokumentieren sollte:
BRUTAL ATTACK

hxxp://2.bp.blogspot.com/_8qgw3ub7Lhc/T ... ul-ken.jpg
hxxp://1.bp.blogspot.com/_8qgw3ub7Lhc/T ... ttackk.jpg
hxxp://2.bp.blogspot.com/_8qgw3ub7Lhc/T ... attack.jpg
hxxp://2.bp.blogspot.com/_8qgw3ub7Lhc/T ... ck-%3D.jpg

FORTRESS
hxxp://2.bp.blogspot.com/_8qgw3ub7Lhc/T ... ny2000.jpg

SQUADRON
hxxp://bp1.blogger.com/_8qgw3ub7Lhc/RdX ... uadron.jpg
hxxp://bp1.blogger.com/_8qgw3ub7Lhc/RcC ... adron1.jpg
hxxp://bp0.blogger.com/_8qgw3ub7Lhc/RcC ... uadron.jpg
hxxp://3.bp.blogspot.com/_8qgw3ub7Lhc/T ... ron5_n.jpg
hxxp://1.bp.blogspot.com/_8qgw3ub7Lhc/T ... ron6_n.jpg
hxxp://1.bp.blogspot.com/_8qgw3ub7Lhc/T ... rtress.jpg

also solche bands kennt man nicht "zufällig"(vor allem, wenn sie aus grossbritanien kommen und nicht aus down under), man grüsst sie auch nicht zufällig und mit sicherheit macht man mit ihnen nicht "zufällig" musik. und eine abneigung gegen antisemiten, nazis, hitlerverehrer, holokaustleugner und hakenkreuzfans wird man auch in australien kennen, das weiss ich, denn ich kenne zufällig auch welche persönlich...
es ist im grunde nicht wirklich wichtig, ob herr warslut selber ein nazi ist, er hat null probleme mit ihnen, was wesentlich erschreckender und ausreichend grundsein sollte, die band zu meiden... mich verwundert in keinster weise, dass D666 bzw. kk warslut sich gegen das rassistenimage zur wehren versucht - als musiker verdient man geld mit konzerten und die könnte man als bekennede naziband nicht in aussreichender zahl spielen.

hier was zu der naziszene down under:
http://www.aijac.org.au/review/2000/258/sounds.html

zum thema VARG:
1. wurde die "hetze" ja offensichtlich von den kameraden veranstaltet, wenn ich das ganze richtig verstanden habe...
2. finde ich es sehr erstaunlich, wie schnell man aus möbius arsch rauskriechen kann um ein auffrechter "antifaschist" zu werden und die "szene" akzeptiert es grösstenteils
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Re: Black Metal

Ungelesener Beitragvon rudesounds » Do 30. Sep 2010, 11:01

FORTRESS sind/waren/werden immer eine naziband sein. nichts anderes... lies den artikel zur entwicklung den nazi szene in australien, den ich verlinkt habe

hier mal ein link zur der kooperation von herr warslut und FORTRESS und wohl auch NO REMORSE (der bekannteste platee "barbecue in rostok" heisst, klingelts?)
http://www.rock-o-rama.net/catalog/prod ... cts_id=882

mir ist es völlig unwichtig, ob der typ nazithematiken in seinen texten verabeitet oder nicht, abegesehen davon habe ich ihn in keinster weise hier irgendwo als nazi bezeichnet, oder? trotzdem ist es für mich untragbar, jemanden auf die bühne zu lassen der derart krasse bands promotet und mit ihnen zusammenarbeitet...

stell dir doch einfach vor irgendeiner deutsche metal band würde ABSURD, LANDSER, DIE ZILLERTALER TÜRKENJÄGER und ähnliches grüssen und mit ihnen platten aufnehmen :vomit:
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Re: Black Metal

Ungelesener Beitragvon rudesounds » Do 30. Sep 2010, 11:42

du hat also auch den wikipedia artikel gelesen... da solllten wir doch aber den ganzen absatz zitieren, nicht dass noch der eindruck entsteht, sie hätten nicht mit nazis eine naziplatte aufgenommen, die nicht zufällif, nur über nazivertriebe zu bekommen ist
Ende 2008/Anfang 2009 geriet die Band ins Zwielicht, weil ihnen im Rock-Hard-Forum Verbindungen zum NSBM und zu rechtsgerichteten Bands nachgesagt wurden. Dies basierte unter anderem auf einer Mitwirkung von Keith Warslut an einem Album der RAC-Band Raven’s Wing, die aus Mitgliedern der Band Fortress besteht. In einem Interview wiesen KK Warslut und Matt Razor jedoch alle Vorwürfe von sich. Warslut erklärte, nur das Lied An Outlaws Life über Ned Kelly geschrieben und lediglich an zwei Songs mitgewirkt zu haben. [8] Das 1997er Album Through The Looking Glass von Ravens Wing wurde in Deutschland über Torsten Lemmers Rechtsrock-Label Funny Sounds vermarktet.[9]


da ich die entsprechende platte von D666 "Unchain the Wolves" nicht habe, kann ich selbstverständlich nicht belegln, dass sie sie dort grüssen. könnten ja menschen übernehmen, die sie besitzen, am besten noch in einer frühen auflage... auch wenn mir die zusammenarbeit mit FORTRESS mehr als ausreicht... paar leute sollten merken, dass man nicht mit nazis in bett steigt...

ich lasse mich natürlich auch gerne eines besseren belehren, und jemand überzeugt mich mit einen statement oder interview von D666 in dem sie sich zum thema wirklich kritisch äussern... und da reicht keine "wir sind keine rassisten" phrase... wahrscheinlich hat man gar nicht gewusst, dass man mit einer der bekanntesten naziband der welt ne platte aufgenommen hat :lol:

und bis dahin verweise ich auf dieses, recht interessante, da nichts und gleichzeitig viel sagende interview :
http://web.archive.org/web/200407181652 ... yer_666/2/
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Re: Black Metal

Ungelesener Beitragvon rudesounds » Do 30. Sep 2010, 11:46

gerade gesehen, dass du die grüsse gefunden hat...
naja, grüsse = promoten, so ist das gemeint... denn die meisten ü30 jährigen haben ihr musikalische sozialisation eben auch aus solchen grusslisten, da die technischen möglichkeiten früher etwas eingeschränkter waren. das gilt zumindest für alle, die ich persönlich kenne

aber auf der anderen müsste mir man auch noch erklären, warum ein australier das dringende bedürfniss hat zwei nazibands aus grossbritanien zu grüssen... dazu noch die mitbegründer des blood and honor netzwerks?
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Re: Black Metal

Ungelesener Beitragvon Börgy » Do 30. Sep 2010, 13:10

Ich hab das sowohl von mir als auch von Rat oben angesprochene RockHard Interview mal rausgesucht. Am liebsten würde ich es komplett zitieren, aber dass wäre dann wohl doch zu viel Text :mrgreen:
Was ich dazu schon mal sagen kann ist, dass ich nicht mit allem, was gesagt wird, konform gehe, das Interview aber schon mal als für mich ausreichend betrachtet habe, dass die Band sehr wahrscheinlich nicht rechts ist. Ich versuche mal die relevanten Stellen hier zu zitieren, wird trotzdem noch ne Menge sein...

"Wie reagiert ihr auf Nazi-Vorwürfe?
Keith: Eigentlich würde ich sie lächerlich finden - wenn sie nicht Symptome eines viel ernsteren Themas wären. In Deutschland gibt es bekanntlich scharfe Gesetze, was das Verbreiten von Nazi-Propaganda angeht, und ich habe nie auch nur im Geringsten gegen solche Gesetze verstoßen. Trotzdem werde ich beschuldigt, "Gedankenverbrechen" begangen zu haben- von selbsternannten "Wächtern", die keinerlei Grundlage für ihre Aktionen haben.
Ich sage hiermit klar und deutlich, dass ich nie Mitglied einer politischen Partei oder Organisation, wie auch immer sie auch geartet sein mag, gewesen bin. Ich habe keinerlei Bedürfnis, unter einem faschistischen Regime zu leben, und würde niemals Nazi-Ideale vertreten. Das wäre bei meinem weißrussischen Background gegenüber meinem System, das das deutsche Volk über alle anderen gestellt hat, auch ziemlich dumm. Tatsächlich ist es so, dass ich überhaupt keiner Ideologie genügend vertraue, um sie vertreten zu können. Und glaubt mir, falls sich das jemals ändern sollte, würde ich mir als Forum dafür ganz sicher nicht so etwas Limitiertes wie Underground-Metal aussuchen. Allein die Vorstellung ist lächerlich.
Die Leute hinter diesen haltlosen Vorwürfen bekommen viel mehr Aufmerksamkeit, als sie verdient haben. Das liegt wahrscheinlich daran, dass jede Diskussion über ein solches Thema in Deutschland derart emotional aufgeladen ist, dass man sich ganz schnell im Zirkus der jungen, naiven, überkochenden und schlicht dummen Clowns wiederfindet. Wie pawlowsche Hunde sind sie darauf trainiert, höchst emotional auf gewisse Reize zu reagieren. Herz und Hirn sind ausgeschaltet

Einer dieser "Reize" war eine Band names Raven's Wing.
Keith: Das war eine schlichte Rockband, und es wundert mich schwer, dass sie ein solches Echo auslöst - zumal die meisten Internet-Maulhelden das betreffende Album sicher nicht kennen. Ich habe einen Song über den australischen Outlaw Ned Kelly beigesteuert und auf unsgesamt zwei Stücken gespielt - was ich auch nicht bereue. Den letzten Satz darf man mit einer gewissen Ironie verstehen.
Gab es jemals ein Album auf Resistance Records (Label mit rassistischem Hintergrund - Red.) mit deiner Beteiligung?
Keith: Nein.
Es gab einen Weblink auf eurer Homepage zu einer Band mit zweifelhaften Verbindungen.
Keith: Dieser Link (der inzwischen enfternt wurde - Red.) ist mindestens acht Jahre alt und wurde von unserer alten Homepage übernommen. Ich bin erst jetzt wieder darauf aufmerksam gemacht worden. Das Einzige, was diese angebliche "Naziband" aus meienr Sicht mit Hitler zu tun hat, ist jedoch das Thema Selbstmord - auch wenn es scheinbare Verbindungen zu rassistischen Organisationen gab. Für mich zählten nur die musikalischen Veröffentlichungen - die ich übrigens für weniger "faschistisch" halte als ein Manowar-Album."

... Dann kommt ein extrem langes Statement zum Thema Antifa-Hexenjagden...

"Vertritt irgendein Mitglied von DESTRÖYER 666 rassistisches oder faschistisches Gedankengut?
Keith: Nein. Aber ich finde es seltsam, dass ich durchaus sagen könnte, dass ich Frauen hasse, dass ich ihnen die ungeborenen Babys aus dem Leib reiße und das ich sie vergewaltige, wenn ich in einer Gore-Death-Metal-Band spielen würde - und niemand würde das großartig zur Kenntnis nehmen. Ich könnte auch sagen, dass ich alles und jeden hasse und die ganze Welt zur Hölle jage, auch kein Problem. Ich könnte sgen, Millionen von Christen müssen geschlachtet werden; niemand in der Metalszene würde sich aufregen. Die Liste ließe sich beliebig ergänzen. Was ich damit sagen will: Es geht diesen Leuten gar nicht um Sexismus, Gewalt, Intoleranz oder Unterdrückung. Und das finde ich zynisch. Hauptsache, man rebelliert gegen irgendwen oder irgendwas.
Aber ich fürchte, dass all diese Worte auf taube Ohren stoßen werden. Ich sehe schon die Leserbriefschreiber, die wütend in die Tasten hacken, bevor sie das Interview überhaupt zu Ende gelesen haben. Nichts was ich sage, wird den gierigen Mob davon abhalten, sich Sündenböcke zu suchen, die man ans Kreuz schlgen und für alles verantwortlich machen kann. Wahrscheinlich wird jedes Wort, das ich hier sage, als Indiz für weitere "schwere Verbrechen" gewertet. Diese Hexenjäger sind nicht anders als diejenigen, die ihre Nachbarn vor ein paar hundert Jahren auf dem Scheiterhaufen sehen wollten. So was nennt man McCarthyismus (nach dem republikanischen Senator McCarthy, der als Vorsitzender des Senatsausschusses für "unamerikanische Umtriebe" in der ersten Hälfte der fünfziger Jahre eine antikommunistische Hexenjagd in den USA betrieb - Red.).
Ich gebe heutzutage eigentlich kaum noch Interviews und lase lieber die Songtexte für sich selbst sprechen. Meine Meinung zum Thema Idealismus geht aus unserem neuen Album klar hervor. Idealisten sind gensou selbstgerecht wie religiöse Eiferer. Sie sind die Feinde demokratischer Prozesse. Fuck them all!
"

So und nochmal: Das ist jetzt nicht komplett meine Meinung, nur da hier schon des öfteren auf dieses Interview angesprochen wurde und es nicht allen vorliegt, dachte ich mir, ich übe mal wieder 10-Finger-schreiben :mrgreen:
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Re: Black Metal

Ungelesener Beitragvon rudesounds » Do 30. Sep 2010, 13:25

jau... das interview ist wie erwartet... es sagt ist nur ne billige "wie sind keine rassisten" in verbindung mit hetze gegen menschen die ihn kritisieren und ein mccarthy vergleich. RW sind eine "normale" rock band, dass da zufällig paar nazis mitspielen, die platte bei nazis rausgekommen und nur über diese kanäle zu beziehen ist, spielt selbstverständlich keine rolle und es wird auch nicht nachgehakt... wie man dazu kommt BA, FORTRESS, SQUADRON auf seiner platte zu grüssen ist selbstverständlich auch keine frage wert, kann ja mal passieren :vomit:
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Re: Black Metal

Ungelesener Beitragvon BillBones » Do 30. Sep 2010, 16:44

Börgy/Warslut hat geschrieben:"Vertritt irgendein Mitglied von DESTRÖYER 666 rassistisches oder faschistisches Gedankengut?
Keith: [i]Nein. Aber ich finde es seltsam, dass ich durchaus sagen könnte, dass ich Frauen hasse, dass ich ihnen die ungeborenen Babys aus dem Leib reiße und das ich sie vergewaltige, wenn ich in einer Gore-Death-Metal-Band spielen würde - und niemand würde das großartig zur Kenntnis nehmen. Ich könnte auch sagen, dass ich alles und jeden hasse und die ganze Welt zur Hölle jage, auch kein Problem. Ich könnte sgen, Millionen von Christen müssen geschlachtet werden; niemand in der Metalszene würde sich aufregen. Die Liste ließe sich beliebig ergänzen. Was ich damit sagen will: Es geht diesen Leuten gar nicht um Sexismus, Gewalt, Intoleranz oder Unterdrückung. Und das finde ich zynisch. Hauptsache, man rebelliert gegen irgendwen oder irgendwas.

Thx @ Börgy!

Ich wind' Warslut spricht hier einen interessanten Punkt an: Misogynie im Porn-Grind, (gerichtete) Misanthrophie im Black Metal, Militarimus im EBM/Industrial etcpp werden meist "gefeiert". Sobald sowas wie Antisemitismus ins spiel kommt, ist es vorbei. Das ist auf einer bestimmten abstrakten Ebene natürlich zynisch, aber hat seinen unumstößlichen Grund: Das meiste von den oben genannten Themen sind meist "nur" Mittel zum Zweck und eher als Phantasien zu betrachten (...und ich weiß auch, dass durch die Unterdrückung der Frauen und durch einen übersteigerten Militarismus viele Leute gestorben sind), aber wenn wir an der Stelle da auch ehrlich sind, war selten eines dieser Themen so systematisch umgesetzt wie der Antisemitismus und der Holokaust während der NS-Zeit. Mir geht es da nicht drum eine Skala oder eine Hierarchie der Gräultaten aufzubauen und eine Grenzschwelle aufzubauen.
Aber Antisemitismus ist einfach zu heiß. "Juden zu schlachten" ist einfach nicht das selbe, wie "Christen zu schlachten". Ich glaub einfach, dass einerseits an einer verkorkster Erinnerungspolitik und -kultur bzgl. des NS liegt. Anderseits - und das ist wohl entscheidender - denke ich, dass "Christen schlachten" ehr einen Stoßrichtung zur Rebellion gegen die hiesige Kultur und Sitten einschlägt und "Juden schlachten" nicht, sondern letzteres nicht von NS und Rassismus zu trennen ist. Ob das in 100 Jahren noch so ist oder so sein sollte, weiß ich nicht, ist aber auch nicht wichtig !!!
Gleichzeitig stellt Metal nunmal auch keine Blümchen-Theorien und -Bilder zur Verfügung, aber dass misanthropische, kriegerische oder sonstwas für Themen nicht immer voll vertreten werden, dürfte wohl klar sein. Ego-Shooter-Spieler sind ja auch keine Massenmörder oder rundheraus gewalttätige Menschen.

*edit* ähh...das klingt so, als ob ich den Antisemitismus salonfähig machen wollte: NEIN !!! Ich weiß aber grad nicht, wie ich es formulieren soll. Ich hoffe, es wird klar, was ich sagen möchte, auch wenn ich mich sprachlich das wohl in die falsche Richtung geht.

Ich bin der Antifa sehr dankbar, dass sie an vielen Stellen immer wieder (auch wenn ich es persönlich manchmal leid bin) auf Verbindungen zur Nazi-Szene hinweist. Blöd nur, dass es dann häufig auch andere trifft, die damit nichts zu tun haben, oder fälschlicher Weise oder nicht differenziert genug beschuldigt werden (Stichwort Hexenjagt oder Suchen mit einer Wünschelrute).
Andererseits hat sich eine Kultur des Weghörens aufgebaut, dass "die Linken" ja an allem was zu meckern haben, egal, ob es berechtigt ist, oder nicht. Ich erinnere an 1000fach gehörte Sätze: "Ich habe mit Politik nichts zu tun, aber ich habe rechte Freunde, die nett sind, und alles was linker als der soziale Flügel der CDU ist, sind scheiß Zecken", oder gar "Die haben mit rechts nichts zu tun", veröffentlichen aber bei Galgenstrang.
....meiner Meinung nimmt sich das nichts. Es werden unnötige Fronten aufgebaut, in der Einer arroganter und besserwisserischer ist, als der Andere. Dem Dialog, der Aufklärung, der Problembehandlung und der intensiven Auseinandersetzung mit den Sachverhalten, sind beide Kulturen bzw. Parteien nicht grade förderlich. Das können sich auch beide mal hinter die Ohren schreiben.
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Re: Black Metal

Ungelesener Beitragvon rudesounds » Do 30. Sep 2010, 17:06

Jan- Willem hat geschrieben:
Ich wind' Warslut spricht hier einen interessanten Punkt an: Misogynie im Porn-Grind, (gerichtete) Misanthrophie im Black Metal, Militarimus im EBM/Industrial etcpp werden meist "gefeiert". Sobald sowas wie Antisemitismus ins spiel kommt, ist es vorbei. Das ist auf einer bestimmten abstrakten Ebene natürlich zynisch, aber hat seinen unumstößlichen Grund: Das meiste von den oben genannten Themen sind meist "nur" Mittel zum Zweck und eher als Phantasien zu betrachten (...und ich weiß auch, dass durch die Unterdrückung der Frauen und durch einen übersteigerten Militarismus viele Leute gestorben sind), aber wenn wir an der Stelle da auch ehrlich sind, war selten eines dieser Themen so systematisch umgesetzt wie der Antisemitismus und der Holokaust während der NS-Zeit. Mir geht es da nicht drum eine Skala oder eine Hierarchie der Gräultaten aufzubauen und eine Grenzschwelle aufzubauen.
Aber Antisemitismus ist einfach zu heiß. "Juden zu schlachten" ist einfach nicht das selbe, wie "Christen zu schlachten". Ich glaub einfach, dass einerseits an einer verkorkster Erinnerungspolitik und -kultur bzgl. des NS liegt. Anderseits - und das ist wohl entscheidender - denke ich, dass "Christen schlachten" ehr einen Stoßrichtung zur Rebellion gegen die hiesige Kultur und Sitten einschlägt und "Juden schlachten" nicht, sondern letzteres nicht von NS und Rassismus zu trennen ist. Ob das in 100 Jahren noch so ist oder so sein sollte, weiß ich nicht, ist aber auch nicht wichtig !!!
Gleichzeitig stellt Metal nunmal auch keine Blümchen-Theorien und -Bilder zur Verfügung, aber dass misanthropische, kriegerische oder sonstwas für Themen nicht immer voll vertreten werden, dürfte wohl klar sein. Ego-Shooter-Spieler sind ja auch keine Massenmörder oder rundheraus gewalttätige Menschen.

*edit* ähh...das klingt so, als ob ich den Antisemitismus salonfähig machen wollte: NEIN !!! Ich weiß aber grad nicht, wie ich es formulieren soll. Ich hoffe, es wird klar, was ich sagen möchte, auch wenn ich mich sprachlich das wohl in die falsche Richtung geht.

du sprichst es doch selber aus... egoshooter produzieren keine mörder, "christen schlachten" ist nicht mehr als nur ne phrase, "juden schlachten" jedoch historische realität und auch heute noch eine gefahr, wenn man sich die spinner im nahen osten und ihre ideologien zur gemüte führt (und bedenkt, dass die "weisen von zion" auch heute noch eins der am besten verkauftesten bücher der welt ist)


Jan- Willem hat geschrieben:Ich bin der Antifa sehr dankbar, dass sie an vielen Stellen immer wieder (auch wenn ich es persönlich manchmal leid bin) auf Verbindungen zur Nazi-Szene hinweist. Blöd nur, dass es dann häufig auch andere trifft, die damit nichts zu tun haben, oder fälschlicher Weise oder nicht differenziert genug beschuldigt werden (Stichwort Hexenjagt oder Suchen mit einer Wünschelrute).

1. gibts es die "antifa" nicht, es hat sie auch nie gegeben
2. ich höre so häufig, dass es eine hexenjagd gibt und bands fälschlicherweise bezichtigt werden... nur fällt mir keine band ein, die wirklich zu unrecht beschuldigt worden ist... und bitte keine "der 16 jähirge punker hat im forum xy geschrieben, dass die band xy nazis sind" geschichten, sondern etwas was bands wirklich geschadet hat...

Jan- Willem hat geschrieben:Andererseits hat sich eine Kultur des Weghörens aufgebaut, dass "die Linken" ja an allem was zu meckern haben, egal, ob es berechtigt ist, oder nicht. Ich erinnere an 1000fach gehörte Sätze: "Ich habe mit Politik nichts zu tun, aber ich habe rechte Freunde, die nett sind, und alles was linker als der soziale Flügel der CDU ist, sind scheiß Zecken", oder gar "Die haben mit rechts nichts zu tun", veröffentlichen aber bei Galgenstrang.
....meiner Meinung nimmt sich das nichts. Es werden unnötige Fronten aufgebaut, in der Einer arroganter und besserwisserischer ist, als der Andere. Dem Dialog, der Aufklärung, der Problembehandlung und der intensiven Auseinandersetzung mit den Sachverhalten, sind beide Kulturen bzw. Parteien nicht grade förderlich. Das können sich auch beide mal hinter die Ohren schreiben.

im rahmen der im moment auch sehr beliebten extremismustheorien werden dann ja gerne links und rechts gleichgestellt (wissenschaftlich natürlich reiner unsinn) nur um sich die legitimierung zu holen gewisse bands abfeiern zu dürfen... und wenn dann gehetzt wird, dann komischerweise immer nach links...
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Re: Black Metal

Ungelesener Beitragvon Insomniac » Do 30. Sep 2010, 18:50

Klar sind Links und Rechts das gleiche! Ich sollte jedoch das Wort RADIKAL hinzufügen. Nämlich diese Radikale geht mir auf den Sack! Und da sind sie GLEICH.Das ist auch der Grund warum ich in meinem Leben einiges nicht mehr so machen würde, wie früher.

So, back to topic!

Was mir ein wenig an der Diskussion fehlt sind 2 Dinge:

1) Wird pauschal die GANZE Band DESTRÖYER-666 hier angesprochen! Das die Gruppe aus mehr als 1 Person besteht dürfte klarsein! Und??? Oder wird sich hier nur an Keith hochgezogen?

2)Sollte man den Aspekt der Veränderung nicht vergessen! Ich bin nicht über den derzeitigen "Ideologischen" Werdegang von Herrn Warslut informiert.Vielleicht kann da wer anders helfen. Fakt ist es aber, das Menschen sich ändern.Ich kann aus eigener Erfahrung sprechen.Ansonsten gibt es Beispiele genug.
Dummerweise fehlt es der "linken" Seite dann an einem Feindbild... . Das Resultat ist schlicht und ergreifend ein über die Jahre andauernder Kalauer. Siehe z.B. die Onkelz
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Re: Black Metal

Ungelesener Beitragvon rudesounds » Do 30. Sep 2010, 19:21

Insomniac hat geschrieben:Klar sind Links und Rechts das gleiche! Ich sollte jedoch das Wort RADIKAL hinzufügen. Nämlich diese Radikale geht mir auf den Sack! Und da sind sie GLEICH.Das ist auch der Grund warum ich in meinem Leben einiges nicht mehr so machen würde, wie früher.
was für ein unglaublicher blödsinn... aber nun ja, wenn du es so billig haben möchtest. es gibt seit 1990 130 todesopfer rechter gewalt... wieviel gibts da so von links?


Insomniac hat geschrieben:Was mir ein wenig an der Diskussion fehlt sind 2 Dinge:

1) Wird pauschal die GANZE Band DESTRÖYER-666 hier angesprochen! Das die Gruppe aus mehr als 1 Person besteht dürfte klarsein! Und??? Oder wird sich hier nur an Keith hochgezogen?
was ist das denn für ne bestechende logik? d.h. im umkehrschluss, alle bands die idioten als mitglieder haben, sind nicht angreifbar, nur weil sie auch mitglieder haben die nicht ganz gar im kopf sind? oder mal etwas auf die spitze getrieben: wenn möbius zwei dummköpfe findet, die mit ihm ABSURD wieder aufziehen, dann kann man sie nicht mehr kritisieren und alles ist tutti? oder wenn die ABSURD wegen ihren texten zu politisch sind, das ganze mal analog an BURZUM aufgezogen, herr vikernes hat ja schliesslicht nut tolkien lyrisch verarbeitet


Insomniac hat geschrieben:2)Sollte man den Aspekt der Veränderung nicht vergessen! Ich bin nicht über den derzeitigen "Ideologischen" Werdegang von Herrn Warslut informiert.Vielleicht kann da wer anders helfen. Fakt ist es aber, das Menschen sich ändern.Ich kann aus eigener Erfahrung sprechen.Ansonsten gibt es Beispiele genug.
Dummerweise fehlt es der "linken" Seite dann an einem Feindbild... . Das Resultat ist schlicht und ergreifend ein über die Jahre andauernder Kalauer. Siehe z.B. die Onkelz


wer hat denn bitte davon gesprochen, dass menschen sich nicht ändern können? und dann setzen sie sich doch kritisch mit ihrer vergangenheit ausseinander, oder? ich kann da keine kritische ausseinandersetzung erkennen weder in den ausschnitten aus der rock hard, noch in dem von mir geposteten interview... wie schon gesagt, wer sich gerne mit nazis ins bett legt...

ich kenne keinen einzigen linken, der in den letzten jahren den ONKELZ vorgeworfen hätte, noch faschos zu sein. aber die geschichtsklitterung, die die band betrieben hat, dass in der offiziellen biografie einfach mal vergessen wurde, dass die bandmitglieder faschos waren, dass sie gewisse konzerte mit KDF gespielt haben usw., die hat man kritisiert. die ONKELZ waren und sind (es gibt wohl kaum einen fascho in deutschland, der ONKELZ nicht im schrank stehen hat) die wichtigste band für nazis in deutschland, sie haben die tür geöffnet durch die ganz viel scheisse geflossen ist und heute noch fliesst. des weiteren haben sie kommerziell tatsächlich von ihren fascho ruf, von ihrer angeblichen "unangepasstheit" profitiert - auch wenn ich ihnen nicht mal unterstellen würde, dass sie es bewusst gemacht haben.
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Re: Black Metal

Ungelesener Beitragvon Insomniac » Do 30. Sep 2010, 19:28

was für ein unglaublicher blödsinn... aber nun ja, wenn du es so billig haben möchtest. es gibt seit 1990 130 todesopfer rechter gewalt... wieviel gibts da so von links?

130 sind 130 zuviel! Eindeutig! Mir geht es um die ideologische RADIKALITÄT der jeweiligen Szenen. Nicht um OPFER.Zahlen kann ich dir nicht detailliert nennen! Aber wie schon mehrfach zu deinen Postings: Bitte belege deine Aussagen! Dennoch:Wenn ich mir die radikalität der Autonomen Linken (Bspw. Stichwort Schwarzer Block!) anschaue: Da werden Menschenleben aller Art riskiert! Siehst du da einen Unterschied? Mitnichten!
Im Verfassungsschutzbericht von 2009 ist von 417 (!!!) Gewaltdelikten die Rede! Im Vorjahr waren es "lediglich" 171.

Erzähl mir hier nichts von Blödsinn und Billig , sondern werde sachlich! Ansonsten darfst du gerne Schweigen.

Nochmals: Ich verabscheue Radikalität ALLER Strömungen! Wer damit nicht klarkommt, hat mit sich selbst ein Problem.
Zuletzt geändert von Insomniac am Do 30. Sep 2010, 20:05, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Black Metal

Ungelesener Beitragvon rudesounds » Do 30. Sep 2010, 19:41

Insomniac hat geschrieben:was für ein unglaublicher blödsinn... aber nun ja, wenn du es so billig haben möchtest. es gibt seit 1990 130 todesopfer rechter gewalt... wieviel gibts da so von links?

130 sind 130 zuviel! Eindeutig! Mir geht es um die ideologische RADIKALITÄT der jeweiligen Szenen. Nicht um OPFER.

und manifestiert sich in was?
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Re: Black Metal

Ungelesener Beitragvon Insomniac » Do 30. Sep 2010, 19:42

Zeitgleich gepostet! Eine Seite zurück bitte
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Re: Black Metal

Ungelesener Beitragvon Insomniac » Do 30. Sep 2010, 19:46

So, Ich habe andere Dinge zu erledigen.Ich muss unsere familiäreTrauerarbeit fortführen.Ich Habe absolut keine Lust HIER weiter zu diskutieren.Bevor es unsachlich wird, oder ausartet, schliesse ich das Thema für MICH.Und werde es in einem anderen Rahmen mit bestimmten Leuten weiterführen.
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Re: Black Metal

Ungelesener Beitragvon Börgy » Do 30. Sep 2010, 21:08

rudesounds hat geschrieben:2. ich höre so häufig, dass es eine hexenjagd gibt und bands fälschlicherweise bezichtigt werden... nur fällt mir keine band ein, die wirklich zu unrecht beschuldigt worden ist... und bitte keine "der 16 jähirge punker hat im forum xy geschrieben, dass die band xy nazis sind" geschichten, sondern etwas was bands wirklich geschadet hat...


Ein herrliches Beispiel zu dem Thema ist folgendes:
http://www.bifff-berlin.de/aktuell72.html

DAS ist echt nur noch lächerlich! Und das hatte seine Kreise gezogen und ist somit auch erstmal schädlich für die Bands, auch wenn der Verfasser dieser Internetseite zum Glück im Nachhinein nicht wirklich was erreicht hatte... Und das ist nunmal leider kein Einzelfall!!
Ich sehe mich selber als links, aber als ich damals für das FlaFla in Herford gearbeitet habe, habe ich die Sicht meines eigenen Standpunktes etwas korrigiert, weil ich mit Leuten, die EINE Person mit Glatze auf der anderen Straßenseite sehen (ich weiß ja nicht, aber ich könnt nicht erkennen, ob das wirklich nen Fascho ist) und gleich nach einer Meute Freunde suchen um die Person zu verprügeln NICHTS zu tun haben möchte!! Und das ist das Bild, dass sich mir dort von der Antifa gezeigt hat. Sorry, das sind Handlungen, die NICHT zu akzeptieren sind! Links ok, aber bitte nicht so!!
In sofern kann ich die Hexenjagd-Vergleiche definitiv nachvollziehen und ja, an solchen Punkten lässt sich ausmachen, dass es nunmal doch keine Gerade sondern ein Kreis ist: Links und Rechts treffen sich in der Extreme...
Arm in arm we march to Hell, singing, dancing, feeling well!!

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Re: Black Metal

Ungelesener Beitragvon Insomniac » Do 30. Sep 2010, 22:25

Links und Rechts treffen sich in der Extreme...

:prost:

Bestens formuliert!
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