Trinken statt saufen...

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Trinken statt saufen...

Ungelesener Beitragvon Burning Becks » Sa 14. Apr 2012, 14:19

...oder wie Kurt, die Arschkrampe sagen würde: "Sallern, nich ballern!"
Würde er aber nicht. Bei Kurt wird immer gefechtsmäßig getrunken. :D

Bei mir kommt das schon vor (und ich denke mal jeder von uns hat ab und zu einen "Termin mitten in der Nacht").
Da es reichlich Tips dazu gibt und jede Liste anders aussieht, habe ich mich durch einige durchgearbeitet und fasse (teils per copy&paste ohne die Quelle jeweils zu nennen - es waren Wikipedia, ein Quarks-Script und viele Google-Treffer zu "Tips gegen Kater") chronologisch zusammen.
Zusätzliche Tips, Techniken, Checklisten, beschimpfungen als Whimp/Pussy/... etc. bitte hinterherposten! ;)

Unter der Woche:

ASS (Aspirin) und Diclofenac (z.B. Voltaren) schwächen den Schutzfilm auf der Magenschleimhaut.
(...hemmen die Cyclooxygenase-1 und damit die Bildung von Prostaglandin E2, was zu einer verminderten Produktion der schützenden Schleimschicht führt. Am Ende steht die Typ-C-Gastritis.)
=> Weglassen! Alkohol (und Tabak) prügeln schon genug auf den Magen ein.
Lieber 'ne Ibuprofen "retard" einschmeißen, wenn der Rücken mal wieder nervt.
Und dass Paracetamol + Allohol = Leber kaputt ist, sollte auch jeder wissen.

Mineralwasser aus der Flasche und Steak!
Zinkmangel bedingt dabei eine Verstärkung der Giftigkeit des Ethanols, da das Enzym Alkoholdehydrogenase, welches Ethanol im Körper abbaut, abhängig von Zink ist.
Zinkmangel wird häufig durch einen hohen Kupferspiegel verursacht (z. B. bei reichlichem Trinkwassergenuss aus häuslichen Kupferrohrnetzen), da Zink und Kupfer Antagonisten sind. Selbiges gilt für Eisen, z. B. durch eine sehr eisenreiche Ernährung oder die Einnahme von eisenhaltigen Medikamenten.
Folgende Nahrungsmittel sind gute Zinkquellen:
rote Fleischsorten
Käse
Weizenkeime (Weizen)
Walnüsse und Pekannüsse
Pilze und Hefen
Linsen
Meeresfrüchte und Schalentiere
Grüner Tee


Hier muss man allerdings Kompromisse schließen, denn Eisen wird zur Blutbildung gebraucht, also trotzdem Leberwurst essen! (Und vorher Vitamine, z.B. über 'ne Kiwi, aufgenommen haben.)
=> Enthält ALLES was evtl. knapp sein könnte, die Vitamine lassens einen auch aufnehmen.

Am Tag der Feier:

Säurehaltige Getränke vermeiden!
=> Angefangen von Orangensaft bis hin zu Apfelsaftschorle. Wir brauchen die Schleimhaut intakt!

Ethanol wird übers Wasser im Körper verteilt, sorgt aber später für übermäßiges Ausscheiden des Selbigen.
=> Bereits vorher und beim Konsumieren von Alkohol dem Körper konstant Wasser zuführen!
=> Auf Kaffee verzichten - haut aufn Magen und entzieht Wasser!

Die richtige Grundlage!
Fett hemmt die Aufnahme von Alkohol im Magen (verschiebt sie in den Darm). Deshalb eine üppige Grundlage schaffen und sich Pizza, Lasagne, Schweinshaxe, Pommes mit Mayonnaise, in Olivenöl getränktes Weißbrot und Heringe gönnen.
Finger weg von Zucker! Durch "Zucker" (Saccharose) gelangt der Alkohol besser ins Blut.
Außerdem hemmt Zucker den Abbau von Acetaldehyd (Ethanal), was den Kater am nächsten Tag verstärkt. (Ethanal ist für die Kater-Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen mitverantwortlich.)

Dabei:

Die Ethanolaufnahme wird durch Faktoren, welche die Durchblutung steigern, erhöht, beispielsweise Wärme (Irish Coffee, Grog), Zucker (Likör) und Kohlenstoffdioxid (Sekt).
=> Kein Zucker! (s.o.)

=> Schon wieder Wasser! (s.o.)

Elektrolyte!
=> Immer wieder Erdnüsse, Chips oder andere salzhaltige Snacks knabbern.

Die Kombination von Alkohol und Nikotin kann zu einem schlimmen Kater führen, da Zigaretten den Alkoholspiegel im Blut senken. Dadurch hat man das Gefühl, noch nicht betrunken zu sein und spricht weiter dem Alkohol zu.

"Fuselalkohole" meiden:
Gin, Wodka oder Weisswein ("klarer Alkohol") enthält weniger Nebenprodukte als zum Beispiel Rotwein, Rum oder Whisky.

Wers wirklich ernst meint mit der Katerprophylaxe:
=> Ingwer. Liefert nochmal Vitamine, Mineralien und irgendwelche ätherischen Öle.

Danach:

Essen!
Hier ist fettiges Essen sicherlich von Vorteil. Also Fast Food und Döner sind hier perfekt.
Ein Vorteil hierbei ist, dass Fast Food Restaurants und Döner Läden meistens lange aufhaben. :)

Honig:
Die im Honig enthaltene Fructose fördert im Gegensatz zu Saccharose den Alkoholabbau im Körper.
Wer nicht auf Honig steht, kann ja auf Tomatensaft ausweichen.

Vor dem Zubettgehen empfiehlt sich außerdem die Einnahme einer hochdosierten Magnesiumtablette.

Fenster auf:
Frische Luft beim Schlafen ist sehr wichtig. Der Körper kann sich so wesentlich besser erholen.

Wasser nicht vergessen!

“Anker werfen”:
Wenn sich alles dreht, wenn man im Bett liegt, dann einen Fuß aus dem Bett hängen lassen und auf den Boden stellen.

Nux vomica (Brechnuss):
Gibts in jeder Apotheke. Einfach ein paar Kügelchen des homöopathischen Medikaments vor dem Gang ins Bett einnehmen. Auch die allgemeine Übelkeit lässt sich trotz des unappetitlichen Namens mit der Brechnuss gut kurieren.

Am nächsten Morgen:

Wasser!
Kein Kaffee! (Und falls doch: Schuss Zitronensaft rein gegen den Schädel.)
Immer noch keine Saccharose, sondern Fructose futtern!
=> 1,5...2 min. durchgezogener schwarzer Tee mit Honig.

Der Salz- und Mineralhaushalt ist durch den Vorabend stark geschwächt
=> Brühe trinken, Salzstangen futtern (oder gleich Rühreier mit Speck / Vollkornbrot / Müsli / frisches Obst).
Ein klassisches Katerfrühstück mit Rollmops und Gurken gleicht den Mineralstoffverlust aus.
Warum?
Alkohol plus organische Säure erzeugt einen Ester und Wasser. Es pegelt sich ein Gleichgewicht bzgl. der an der Reaktion beteiligten Elemente ein.
=> je mehr organische Säuren (z.B. über Essiggurken oder saure Heringe) und
=> je mehr Wasser aufgenommen wird...
...desto schneller kann der Körper den Alkohol verestern.
(Der bei der Veresterung des Alkohols entstehende Ester, ist uns als die berühmt berüchtigte "Fahne" bekannt.)
Jetzt ist also auch wieder O-Saft und Apfelschorle erlaubt (wenn man davon denn nicht umgehend kotzen muss)...


Bei schlimmem Schädel: Einfach ein paar Tröpfchen verdünntes Pfefferminzöl auf die Stirn träufeln. Das Öl wirkt kühlend und belebend.
Nur nichts in die Augen kommen lassen!

Übrigens: Das Abbausystem von Ethanol und Ethanal ist genetisch determiniert.
Die Abbaurate durch die Alkoholdehydrogenase ist innerhalb gewisser Grenzen konstant. Sie beträgt bei Männern etwa 0,1 g pro Stunde und kg Körpergewicht, bei Frauen 0,085 g/h und kg Körpergewicht. Die exakt gemessenen Abbauraten für Männer lagen dabei zwischen 0,088 und 0,146 g/h und kg Körpergewicht. Eine 0,5-l-Flasche Bier mit 16 g Ethanol wird danach in ein bis zwei Stunden abgebaut.
Nachgerechnet für Männer, 1 Bier:
16 / (0,088 * 76) = 2,4 h
16 / (0,146 * 76) = 1,4 h
...'ne halbe Kiste (10x0,5=5 Liter) sind also in 14...24 Stunden abgebaut.
=> Also nix mit beim Kumpel 6 h pennen und dann mitm Auto nach hause! :P

Außerdem gilt:
Alkohol wirkt bereits in kleinsten Dosen auf das Gehirn. Allerdings kann bei jedem von uns Alkohol heute anders wirken als morgen. Das Ausmaß und die körperlichen Symptome des Rauschs hängen stark mit unserem körperlichen und seelischen Zustand vor dem ersten Schluck zusammen.
=> Es gibt also keine Garantien für nix. Aber wenn man erst mal richtig einen im Tee hat und die ganze Planung übern Haufen wirft, ists ja auch egal! :D
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Re: Trinken statt saufen...

Ungelesener Beitragvon matze » Mo 16. Apr 2012, 08:58

Burning Becks hat geschrieben:“Anker werfen”:
Wenn sich alles dreht, wenn man im Bett liegt, dann einen Fuß aus dem Bett hängen lassen und auf den Boden stellen.


ABER, immer das Bein rein holen wenn das Karussell an der Heizung vorbeikommt, sonst gibt's böse blaue Flecken. ;)
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Re: Trinken statt saufen...

Ungelesener Beitragvon Burning Becks » Mo 16. Apr 2012, 09:06

:lol:

...und hier nochmal 'ne Argumentationshilfe, sollte man doch kotzen müssen - es kann DAS ALLES gewesen sein:

Bild

;)
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Re: Trinken statt saufen...

Ungelesener Beitragvon Hawe » Mo 16. Apr 2012, 21:05

HA, und ich wunder mich, warum ich manchmal nach 3 Flaschen am Abend nen Kater hab und manchmal nach ´nem halben Kasten gar nix. Vielen Dank für die erhellenden Zusammenhänge. Nützt nur nix, wenn man sich zwar fest vornimmt zwischen den Bieren immer ein Wasser einzuschieben, sich in der Realität aber denkt:

Bier 1-3 "Naja, jetzt bin ich ja noch nicht betrunken, das Wasser brauch ich erst später."
Bier 4-6 "Wie sieht das denn aus, wenn ich jetzt Wasser trinke, wo´s grad so gemütlich wird."
Bier 7- "..."
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Re: Trinken statt saufen...

Ungelesener Beitragvon Burning Becks » Di 17. Apr 2012, 09:04

Man kann ja auch mal ein kastriertes zwischendurch ordern - WENN die Umgebung verbale Kommunikation zulässt. :D
Obwohl... Gibts da eigentlich ne App für? :flucht:
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Re: Trinken statt saufen...

Ungelesener Beitragvon Alex » Di 17. Apr 2012, 10:21

:tumbsdown: @Thread
Ich will an dem Mythos der animistischen Entrückung durch die Macht festhalten und Du Becks kommst mir mit so nem Medichlorianer Scheiß, ey!





:flucht:
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Re: Trinken statt saufen...

Ungelesener Beitragvon Burning Becks » Mi 18. Apr 2012, 20:39

Alex hat geschrieben:Medichlorianer Scheiß, ey!
*google*
...ach DIE Macht! :lol:
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Re: Trinken statt saufen...

Ungelesener Beitragvon Hauke » Do 19. Apr 2012, 09:21

Ich war mal bei einem Sauf-Seminar, inkl. eigenem Sauf-Praxistest. (Kein Scherz! Das wird hochoffiziell angeboten u.a. bei der Uni Münster!)

Klare Aussage bei diesem Seminar: gegen Kater hilft Wasser - welches man schon während des Saufens trinken sollte, nicht erst hinterher.
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Re: Trinken statt saufen...

Ungelesener Beitragvon matze » Do 19. Apr 2012, 09:23

Mir hilft vor allem weniger trinken ganz gut. :)
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Re: Trinken statt saufen...

Ungelesener Beitragvon Börgy » Do 19. Apr 2012, 10:28

Kurze Begriffserklärung:
Kater ist für mich immer mit Kopfschmerzen verbunden. Wenn ich am Tag danach einfach nur völligst platt und fertig bin, finde ich den englischen Begriff Hang Over doch deutlich passender.

Ich hab generell festgestellt, dass ich einen Kater nur dann bekomme, wenn ich mir unbekannte Spirituosen (oder schlechtes Bier ;-) ) zu mir nehme. Bleibe ich bei Bier, Whisky, Rum, Weinbrand (die von mir am häufigsten konsumierten Alkoholiker), dann hab ich in der Regel am nächsten Tag "nur" einen Hang Over, den ich auch immer sehr gut mit viiieeel Wasser bearbeite. Was mehr "drauf vorbereiten" betrifft, sehe ich das ähnlich wie Alex :mrgreen:
Ach ja, abgesehen von der Grundlage. Da sorge ich eigentlich so gut ich kann immer für. Keine Ahnung warum, aber wenn ich mangels Grundlage zu schnell besoffen werde, dann merke ich immer woran es liegt. Diese Art von besoffen sein fühlt sich anders an, deutlich negativer. Und lässt sich bei mir auch nur schwer durch nachträgliches Grundlage schaffen wieder ausgleichen. Wenn der Fall eintritt, hilft meist tatsächlich nur noch einen Gang zurück schrauben und erstmal ausharren...
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Re: Trinken statt saufen...

Ungelesener Beitragvon Insomniac » Do 19. Apr 2012, 10:44

Olles Palaver hier! Ich sag nur: Wer saufen kann, kann auch am nächsten Tag mit allen Konsequenzen leben! Sind wir nicht alle ein wenig masochistisch in diesem Sinne veranlagt??? :prost:
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Re: Trinken statt saufen...

Ungelesener Beitragvon Börgy » Do 19. Apr 2012, 11:57

Insomniac hat geschrieben:Wer saufen kann, kann auch am nächsten Tag mit allen Konsequenzen leben!

Da stimme ich dir auf jeden Fall komplett zu! :prost:
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Re: Trinken statt saufen...

Ungelesener Beitragvon Forth » Do 19. Apr 2012, 21:27

Börgy hat geschrieben:...die von mir am häufigsten konsumierten Alkoholiker...


*freu* Alkoholiker konsumieren ist natürlich auch 'ne Möglichkeit besoffen zu werden :flucht:

Die Zusammenfassung ist mal echt gelungen, danke dafür! Zuletzt hatte ich den Kater-of-Hell, nachdem ich zuhause 3 verschiedene Weine getrunken habe. So fies habe ich noch nie abgestanden, aber ich fürchte, dass das Argument, "man wird ja nicht jünger" irgendwie auch gilt :cry:
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Re: Trinken statt saufen...

Ungelesener Beitragvon Burning Becks » Fr 20. Apr 2012, 09:06

Wer saufen will, der braucht auch auf nix achten und trägt eben die Konsequenzen.

Hab' damals auf 'ner Kursfahrt gemerkt, dass man sich an Wein auch gewöhnen muss - vor daher bleibe ich einfach bei Bier (egal ob der Wein wein, trocken und wasweißichnichnochalles ist). ;)
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Re: Trinken statt saufen...

Ungelesener Beitragvon Schrat » Fr 1. Jun 2012, 23:06

Jaja, immer wieder der Nominativ Plural.

Bei eurer Diskussion wird mir wieder klar, wie unreflektiert und verharmlosend manche den Killer Nr. 1 und die mit Abstand gefährlichste Droge darstellen.

Viel Spass beim Zittern.
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Re: Trinken statt saufen...

Ungelesener Beitragvon Burning Becks » Sa 2. Jun 2012, 14:17

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Re: Trinken statt saufen...

Ungelesener Beitragvon Fallen Walls » Sa 2. Jun 2012, 22:58

:lol: :flucht:
Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom.

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Re: Trinken statt saufen...

Ungelesener Beitragvon Burning Becks » Sa 30. Nov 2013, 12:11

Fallen Walls hat geschrieben:Das Schädeln kommt, laut der Aussage einen Angestellten der Privatbrauerei Liebharts zu der wir einmal einen Betriebsausflug unternommen haben, von fehlgärungen. bei liebharts z.B. wird die Kalte gärung praktiziert die 3-4 mal so lange dauert wie die Warme die in den meisten Großbrauereien verwand wird. Dieses Schnellgären führt dann halt zu "unreinem" alkohol also kleine anteile im Alk mit verschiedenlangen kohlenstoffketten. Also kein reiner Ethanol. Ich denke das erhöhter Zuckergehalt das ganze dann noch mehr anfeuert und das voll ausm Ruder läuft ... -> SCHÄDEL!
Das ist doch was hierfür.

Von wegen "unreinem Alkohol" fällt mir diese "Fulseanteil"-Studie aus Münster ein. Keine Ahnung, ob Google die noch findet, aber ich hatte die Ergebnisse damals gespeichert...
Hopfen und Malz verloren
Wissenschaftler entdecken Fuselstoffe im Bier. Besonders Weizenbier ist stark belastet: Ist der Fusel Schuld daran, wenn der Kopf am nächsten Morgen richtig brummt?
Es ist endlich wieder Sommer. In den Biergärten herrscht Hochbetrieb und durstige Kehlen verlangen nach kühlen Getränken. Das Bier kann nicht schnell genug gezapft werden und ist zweifellos das bevorzugte Getränk. In Maßen genossen schadet das kühle Blonde nicht, dachte man zumindest bisher.

Jetzt aber machten Wissenschaftler der Fachhochschule Münster eine verblüffende Entdeckung: Fuselöle im Bier, mit teilweise hoher Konzentration.

Fuselöle sind die schlechteren Alkohole. Sie entstehen beim Gärungsprozess und sind in allen alkoholischen Getränken enthalten. Das aber Bier mit so unterschiedlich hohen Werten betroffen ist, ist neu.

Prof. Dr. Günter Lieck von der Fachhochschule Münster und seine Diplomantin Siegrun Mohring, analysierten 60 Sorten Bier (siehe Link-Text)). Sie stellten fest, dass besonders obergäriges Weizenbier durch hohe Anteile an Fuselalkoholen auffällt. Untergärige Biere, wie Pilsener oder Exportbiere sind weniger belastet. Doch selbst in alkoholfreien Bieren sind noch geringe Konzentrationen des unliebsamen Stoffes enthalten.
Das Letzte war schlecht
Bier, vor allem deutsches Bier, steht weltweit als Synonym für gute Qualität. Seit Jahrhunderten streng nach dem Reinheitsgebot gebraut, trinken wir Deutschen es gerne, ungefähr 130 Liter werden hier pro Kopf und Jahr verbraucht.

Wer allerdings mal eines über den Durst trinkt für den kann das Erwachen am nächsten Morgen ein Albtraum sein: Klopfen und Hämmern im Kopf, Übelkeit und Schwindelgefühle.
Die Wissenschaftler haben die Fuselöle im Bier als Übeltäter ausgemacht. Laut Professor Lieck vermehrt der Fusel nach zuviel Biergenuss die Katersymptome enorm: "Er verwandelt sich in der Leber zu giftigen Stoffen die zum Beispiel die Herzleistung beeinflussen und so zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff im Gehirn führen".

Dazu kommen noch die Auswirkungen, die durch den reinen Bieralkohol ausgelöst werden: Im Gehirn wird Vasopressin unterdrückt, ein Hormon, dass den Flüssigkeitshaushalt im Körper reguliert. Dadurch verlieren wir mehr Flüssigkeit als wir vorher zu uns genommen haben. Mit der Flüssigkeit werden auch wichtige Mineralien und Elektrolyten aus dem Körper geschwemmt. Der Körper reagiert mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Erschöpfungszuständen.
Alles in Maßen
Das die Heftigkeit des Katers nach zuviel Biergenuss nur auf die Fuselstoffe zurück zu führen ist sieht Erich Dederich, Pressesprecher des Deutschen Brauer-Bundes in Bonn anders: "Fuselöle sind Gärungsnebenprodukte, die beim Brauprozess entstehen; es handelt sich um völlig natürliche Stoffe. Die Ergebnisse der Studie sind nicht neu, sondern sie gibt lediglich längst bekannte Werte wieder. Da die Studie passend vor dem Vatertag veröffentlicht wurde und dann noch auf einen möglichen Kater hingewiesen wurde, war abzusehen, dass darüber in den Medien breit berichtet wurde." Gesundheitliche Schädigung durch den Stoff sieht er nicht: "Fuselöle haben nichts mit gesundheitlichen Risiken zu tun. Ein mögliches Risiko hängt lediglich mit der Menge des getrunkenen Bieres zuammen, nicht aber mit dem Gehalt an Fuselölen."

Fuselöle hin oder her. Bier sollte wie jedes alkoholische Getränk in Maßen getrunken werden. Und wer doch mal ein paar zuviel erwischt, muß es büßen, denn dann wird was "vorher so schön hat gekribbelt in meine Bauch" auch ganz schnell zum Kribbeln im Kopf.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kater_%28Alkohol%29
http://de.wikipedia.org/wiki/Fusel%C3%B6le
http://www.3sat.de/nano/news/47201/index.html
http://www.menshealth.de/d/16506
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Re: Trinken statt saufen...

Ungelesener Beitragvon Burning Becks » Sa 30. Nov 2013, 12:12

Die auf Fuselöle getesteten Pils-Biere im Überblick
Pilssorte & Fusel mg/Liter

Oettinger Pilsener 121,48
Diebels Alt 100,96
Tuborg Pilsener 94,06
Krombacher Pilsener 92,93
Licher Pilsener 90,22
Brinkhoff's No.1 88,67
Pott’s Landbier 84,68
Warsteiner 83,42
Löwenbräu Original 81,9
Hohenfelder Pilsener 81,8
Lübzer 78,93
Detmolder Pilsener 78,91
Tip Pilsener Feinherb 75,21
Jever Pilsener 74,94
Pilsener Urquell 74,03
Holsten Pilsener 73,78
Flensburger Pilsener 72,47
EKU Pils 72,47
Alt (biologisch) 72,42
Kulmbacher Premium Pils 70,62
Würzburger Hofbräu Pilsner 68,41
Veltins 68,24
Pilsener Light 65,83
Bitburger Premium Pils 64,82
Hasseröder Pils 62,83
Einbecker Premium Pils 62,06
König-Pilsener 61,58
Rolinck Pilsener 60,07
Beck's 58,94
Graf Ignaz 57,48
Tuborg Pilsener Dänemark 55,84

Weizenbiere auf Fuselöle getestet im Überblick
Weissbiere & Fusel mg/Liter

Huber Weisses Fresh 160,42
Schöfferhofer Hefeweizen 147,19
Maisel's Weisse 138,24
Chiemseer Dunkle Weisse 125,96
Erdinger Weißbier klar 95,47
Huber Weisses Leicht 90,41

Auch ausländische Biere wurden auf Fuselöle getestet, hier das Ergebnis
Bier-Sorte & Fusel mg/Liter

Bintang, Indonesien 91,06
Estrella Damm (Spanien) 86,09
Heineken, Niederlande 81,9
Zywiec, Polen 73,03
Tyskie, Polen 66,88
Mahou Clasica, Spanien 65,11
Tuborg Pilsener Dänemark 55,84

Selbst im alkoholfreien Bier wurden noch geringe Mengen des Fusels entdeckt
alkoholfreie Biere & Fusel mg/Liter
Clausthaler classic 6,87
Beck’s Spuren
Rolinck free Spuren
Vitamalz Spuren
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Re: Trinken statt saufen...

Ungelesener Beitragvon Fallen Walls » Sa 30. Nov 2013, 23:46

Das Mein Leiblingsrussenbier nicht auftaucht dachte ich mir schon aber auch mein Leib und Magen-Traugott Simon Fehlt... :(

Krass wie das Öttinger da raussticht...
Wäre ja nun mal interessant wieviel Fusel dann in sonem angeber Liebharts drinn ist das kalt gegoren hat/ist .
Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom.

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