Der Falkendom in den Medien

ENTER SANDMAN & Specials

Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon Burning Becks » So 16. Feb 2014, 15:07

Wer gerade keine Zeit hat alles zu lesen: Zum Fazit geht es => HIER <=

Vorwort:

Keiner der Nutzer hier hätte damit gerechnet, dass es irgendwann wegen einer öffentlichen Debatte mal soweit kommt. Und wenn sich tatsächlich jemand auf den Schlips getreten fühlt: Man kann die Admins dieses Forums auch ohne Account per Mail erreichen - die reagieren im dann Zweifelsfall sofort und der Ball wird flach gehalten, d.h. es entsteht auch kein Streisand-Effekt, geschweige denn unnötige Arbeit für die Exekutive.

Wieso "die Exekutive":
Es wurde bzgl. der letzten Zusammenfassung dieses Themas hier im Forum ein Strafantrag bei der Polizei gestellt. Wir haben gegenüber der KriPo Stellung bezogen und die Reaktion der Staatsanwaltschaft abgewartet. Sie fiel wie erwartet aus: Einstellung des Verfahrens wegen aller in Frage kommenden Delikte.
Bei den "in Frage kommenden Deliken" ging es z.B. darum, ob ein Hyperlink auf einen Wikipedia-Artikel (der -wertneutral- "eine ethische und politische Position" beschreibt) eine Beleidigung darstellt. Die Krönung war aber § 201a "Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen", der sog. Paparazzi-Paragraph. Dieser Paragraph verbietet es von einer anderen Person, die sich in einer Wohnung oder einem "gegen Einblick besonders geschützten Raum" befindet, unbefugt Bildaufnahmen herzustellen (speichern) bzw. (ohne Zwischenspeicherung) an andere Orte zu übertragen, zu gebrauchen oder Dritten zugänglich zu machen. Nur dass das einzige in Frage kommende Lichtbild in diesem Thread aus der Zeitung kam (also befugt hergestellt und sowieso bereits jedemann zugänglich gemacht wurde). Wie sich später herausstellte, wurde dieser Punkt aber von der KriPo eingefügt.
Noch weiter ausgeholt:
Was die Abwägung zwischen Beleidigung und der Meinungsfreiheit angeht, gibt es bei der Fachhochschule für Rechtspflege Nordrhein-Westfalen einen schönen Text (PDF) von Oberamtsanwalt Heribert Blum. Auch andere Quellen (onlinerecht-ratgeber.de) stellen fest:
Wer eine öffentliche Debatte anschiebt, der sollte sich ein dickes Fell zulegen.
Unter Bezugnahme auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts stellte das OLG Koblenz fest, dass "in der öffentlichen Auseinandersetzung ... auch Kritik hingenommen werden (muss), die in überspitzter und polemischer Form geäußert wird, weil andernfalls die Gefahr einer Lähmung oder Verengung des Meinungsbildungsprozesses droht."
Anders als im privaten Bereich hat hier die Meinungsfreiheit (Deutsches Grund- und Europäisches Menschenrecht!) Vorrang und im Zweifelsfall werden Aussagen dann auch als "Meinungsäußerung" und eben nicht als "Tatsachenbehauptung" gewertet.
Übrigens: Gegen wilde Anschuldigungen können sich die Strafverfolgungsorgane natürlich auch wehren, indem sie "von Amts wegen" den § 164 "Falsche Verdächtigung" heranziehen, aber das Thema hier auch noch anzureißen führt nun wirklich zu weit.

Außerdem sei folgendes aus dem alten Thread mit erwähnt:
hell hat geschrieben:Der Nachbar, der uns gerade die Hölle heiss macht, ist NICHT der Nachbar, der direkt gegenüber dem Eingangstor des Falkendoms wohnt! Der gehört zu den Guten!
Ben // Falkendom

Also:
Da unsere Exekutive wichtigeres zu tun hat, als sich damit auseinander zu setzen, ob ein Link auf Wikipedia hier eine Verbalinjurie darstellen oder irgendetwas anderes "ehrenrührig" sein könnte (was dann wiederum die Judikative zu entscheiden hätte), werde ich die vorher hier gesammelten Abläufe einfach als Aussagen der jeweiligen Journalisten darstellen und diese abgleichen und erweitern. Urteilen möge dann ein Jeder für sich.

=> Lasst euch bloß nicht stumpf zensieren, ABER schont bitte KriPo und Staatsanwaltschaft, indem ihr hier, wo Google einen gewissen Namen findet, keine "Werturteile" äußert. <=

Die Fakten sprechen am Ende auch so für sich.

Das eigentliche Thema: Der Artikel "Bässe bis tief in die Nacht" aus der NW und die Folgen

Der Artikel vom 25.10.2013 ist unter http://www.nw-news.de/owl/bielefeld/mitte/mitte/9498194_Baesse_bis_tief_in_die_Nacht.html einsehbar.
Dort heißt es gleich im Untertitel
NW hat geschrieben:Die Falkendom-Nachbarn haben genug: Konzerte und Disko stören sie massiv
Der Artikel dreht sich aber nur um einen davon:
NW hat geschrieben:Christian Bitterer schätzt die Kinder- und Jugendarbeit der Bielefelder Falken. Der Lehrer der Kuhlo-Realschule kennt sie gut, sie sind Partner seiner Schule bei der Ganztagsbetreuung. Was aber direkt hinter seinem Garten bis zu vier Mal die Woche bis tief in die Nacht passiert, findet er überhaupt nicht gut. Als unmittelbarer Nachbar des "Falkendoms" fühlt er sich durch den Disko- und Konzertbetrieb dort – wie andere Hausbesitzer an der Sudbrackstraße ebenfalls – massiv gestört.
...und leider wartete der Autor, Ansgar Mönter, auch nicht die Stellungnahme der Falken selbst ab, sonder schrieb lediglich:
NW hat geschrieben:Die Falken selbst wollten sich trotz Nachfrage der NW gestern nicht zu der Beschwerde äußern. Dazu, so die Mitteilung, könne man auf die Schnelle nichts sagen, der Fall sei zu komplex.
Im Gegensatz zu Mönter / der NW respektierte Martin Neitemeier ("mn"?) vom Westfalen-Blatt die "praktischen Regeln, die qualifizierten Journalismus auszeichnen" (siehe Pressekodex) und hörte erst beide Seiten an. Dieser Artikel ist unter http://www.westfalen-blatt.de/nachricht/2013-10-29-aerger-um-den-falkendom-9286910/701/ verfügbar - und im Gegensatz zur NW dürfen dort auch Kommentare gemacht werden.
In der NW musste per Leserbrief von einem anderen Falkendom-Nachbarn Kontra gegeben werden - wer den noch hat: Ich würde ihn gerne einmal lesen.

Aber auch Hr. Mönter, der die Falken nicht zu Wort kommen lies, kann folgendes nicht unterschlagen:
NW hat geschrieben:Seit drei Jahrzehnten gibt es Partys und Konzerte im Falkendom.
Im Abgleich mit dem Westfalen-Blatt fällt dann auch sofort auf:
W-B hat geschrieben:Als Christian Bitterer vor fünf Jahren zu seiner Lebensgefährtin an die Sudbrackstraße zog, wusste er: Nebenan ist der Falkendom, hier kann es laut werden.
Trotzdem hat er anscheinend einen ganz anderen Anspruch:
NW hat geschrieben:Mit offenem Fenster schlafen geht für ihn und seine Lebensgefährtin Lydia Wittenbreder überhaupt nicht...
Aha. Wo in Bielefeld geht das denn? Vielleicht zwischen Deppendorf und Babenhausen im Schwarzbachtal, aber Schildesche hat im Schnitt ca. 3700 Einwohner/km² (die Meller Straße sicherlich noch mehr).
Der Flächennutzungsplan (http://www.bielefeld01.de/geodaten2/fnp/fnp.php) ist an dieser Stelle auch ziemlich eindeutig: Der Falkendom liegt im Industriegebiet, die paar angrenzenden Häuser der Sudbrackstraße in einer Insel "gemischter Bauflächen" umgeben davon.
Und ein Park ist auch in der Nähe. Zumindest bei mir um die Ecke sind im Park während der Sommerferien jeden Abend die Halbstarken am saufen. Egal wann wer da die Polizei hin schickt: Die Fenster bleiben zu. Aber ich wollte ja nicht abschweifen. Zurück zu den Gegebenheiten:
NW hat geschrieben:"Das Falkendomgebäude ist für einen solchen Berieb nicht geeignet", sagt Bitterer. Erbaut worden sei es für eine christliche Gemeinde, die dort betete. Ein Lärmgutachten gebe es nicht. Für Bitterer ein unhaltbarer Zustand.
Anscheinend ist ein solches Gutachten im Industriegebiet ja auch gar nicht nötig.

In der Neuen Westfälischen stand noch
NW hat geschrieben:...bis zu vier Mal die Woche bis tief in die Nacht...
[...]
Er wünscht sich im Namen der Nachbarn eine Begrenzung der Veranstaltungen sowie der Nachtzeit, etwa auf ein Uhr.
=> Wurden da also sämtliche Konzerte mitgezählt?
Wer schon einmal ein Konzert im Falkendom besucht hat, der weiß: Der letzte Ton ist kaum verhallt, da geht das Licht an und man wird hinausgefegt. Das dürfte auch nicht erst gegen 1 Uhr geschehen, sondern deutlich früher. Irgendwann müssen die Helfer, nachdem der gesetzliche Auftrag (s.u.) erfüllt ist, auch mal zur Ruhe kommen.
Da im Westfalen-Blatt beide Seiten zu Wort kommen, ist der Ton auch etwas gemäßigter. Aus dem
NW hat geschrieben:Bitterer und seine Mitstreiter erwarten, dass die Falken endlich mehr Rücksicht nehmen auf ihre Nachbarn.
wurde ein
W-B hat geschrieben:»Es geht mir nicht um den Abriss des Falkendoms. Mit gutem Willen könnte man die Heavy-Metal-Partys auf zwei pro Monat begrenzen, doch den erkenne ich bei den Falken nicht.«

Nehmen wir den Beschwerdeführer doch einmal beim Wort, so wie es in den Kommentaren auf der der Westfalen-Blatt Seite vorgeschlagen wird:

Die Agenda des Falkendoms (http://www.falkendom.de/termine.php5) listet für den März 2014...
2 (zwei) Parties auf. Und davon ist eine nicht einmal eine Heavy-Metal-Party.
Das ist im April 2014 wieder so und im Mai auch - und es war auch im kompletten letzten Quartel 2013 nicht anders.
=> Was als Kompromiss vorgeschlagen wird, war vorher auch schon so. "Guter Wille bei den Falken" ist gar nicht erforderlich.

Mal abgesehen davon: Die Falken haben ständig Auflagen erfüllt und sind Kompromisse eingegangen. Beispiele gefällig?
  • Wachschutz auf dem Hof.
  • Das Rauchverbot innen kam vor den gesetzlichen Auflagen als Konsequenz des in der NW so gelobten Kinderprogramms.
  • Curfew um 4:00 (die letzte Party vor der Renovierung ging AFAIK noch bis 8:30).
Hätten sie es nicht getan, wäre wohl ähliches passiert, wie dem JZ Kamp, wo die Nimbys am Ende den Laden dicht machen konnten (NW-Artikel).
...trotzdem hält es irgendjemand für nötig bei jedem Enter Sandman pauschal die Schutzpolizei vorbei zu schicken, nur damit die Beamten dann schulterzuckend wieder abziehen (und irgendwo anders gerade nicht auf Streife waren).

Dies muss nicht der Lehrer aus der Zeitung sein - die Falken bekamen im Zeitraum vor der NW-Veröffentlichung anscheinend von 2 (zwei!) Personen aus der näheren Umgebung Beschwerden wegen der Lautstärke. Vor diesem Hintergrund muss man allerdings fragen, ob an das
NW hat geschrieben:Bitterer und seine Mitstreiter
noch ein "in" gehängt werden müsste, oder ob es vielleicht "sein Mitstreiter" heißen müsste.

Außerdem kommt nach der Stellungnahme der Falken auch folgender Punkt vom Tisch:
NW hat geschrieben:Die Kulturarbeit der Falken mit Kindern und Jugendlichen will Bitterer nicht einschränken, aber die nächtlichen Veranstaltungen haben aus seiner Sicht nichts damit zu tun.
...denn:
W-B hat geschrieben:Die Falken wehren sich gegen derlei Vorwürfe und verweisen auf die Jugendkulturarbeit, die vom Staat per Gesetz eingefordert wird. »Das ist ein gesetzlicher Auftrag, den wir hier erfüllen«, erklärt Falken-Geschäftsführer Ulrich Gödde. Unter »offene Kinder- und Jugendarbeit« falle auch die Altersgruppe ab 18 bis zum 26. Lebensjahr. [...] »Wir machen ein Nischenprogramm. Eine kommerzielle Disco würde solchen Bands keine Plattform geben.«

Unterm Strich bleibt also nichts vom Aufschrei in der NW übrig.

Schön dass die Grünen zusätzlich klar Stellung beziehen:
http://www.gruene-bielefeld.de/presse/ratsfraktion/gruene-unterstuetzen-die-arbeit-des-falkendoms-und-setzen-sich-fuer-sanierung-des-gebaeudes-ein/
Lisa Rathsmann-Kronshage hat geschrieben:Wir unterstützen ausdrücklich die Arbeit des Kinder- und Jugendzentrums Falkendom und die Jugendkulturarbeit, die dort geleistet wird. Nach der Einstellung der Arbeit des „Kulturkombinats” im Kamp, ist der Falkendom eine der wenigen verbliebenen Orte für Jugendkultur in unserer Stadt. Der Standort ist für eine solche Einrichtung sehr gut geeignet, von daher können wir die vereinzelte Kritik von Anwohner nicht nachvollziehen. Wir werden uns in den entsprechenden städtischen Gremien für die notwendige Sanierung des Gebäudes einsetzen!


Nachtrag: Am 31.05. bekam ich noch einen Tip von einer NW-Leserin dass die NW weiter berichtet hat.
Im Gegensatz zu "Bässe bis tief in die Nacht" sind "Falkendom plant besseren Schallschutz" (29. Oktober 2013) und zwei Leserbriefe (31.10.13 und 06.11.13) aber nicht im WWW einsehbar. Man müsste sie z.B. über genios.de kaufen.

Edit: Den Link aufs Fazit konnte ich natürlich erst setzen, als es gepostet war.
Edit: Klarstellung bzgl. § 201a.
Edit: Hinweis zur NW-Berichterstattung.
Zuletzt geändert von Burning Becks am Mo 2. Jun 2014, 08:24, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon Burning Becks » So 16. Feb 2014, 15:07

Zusammenfassung:
Fürs Protokoll: Auch hier wird im Zweifelsfall immer eine Meinung geäußert und keine Tatsache behauptet!

  • Ein Kunstlehrer zieht zu seiner Lebensgefährtin auf eine, ans Industriegebiet angrenzende, "gemischte Baufläche" an der Sudbrackstraße.
  • Sie wissen bereits dass direkt hinter der Grundstücksgrenze (also im Industriegebiet) seit 25 Jahren Parties und Konzerte veranstaltet werden.
  • Der Verein zur Förderung der Jugendarbeit e.V. handelt dabei im öffentlichen Auftrag.
  • Fünf Jahre später wird ein einseitiger Zeitungsartikel veröffentlich, da ca. zwei Anwohner die mittlerweile 30 Jahre so gewachsene Situation nicht tolerieren wollen.
  • Die Schutzpolizei wird zu diesem Zeitpunkt bereits regelmäßig zum Falkendom geschickt, stellt aber nie einen Grund zur Beschwerde fest.
  • Die Darstellung des Sachverhaltes ist genauso überzogen, wie die ganze Aktion; auf der Homepage der Zeitung sind aber keine Kommentare möglich.
  • Als an anderen Stellen im Internet über die Situation und den Beschwerdeführer geredet. Irgendwann taucht sogar bei der Google-Bildersuche nach seinem Namen das Meme "Norman Tebbutt" mit auf.
  • Es wird gewohnt unverhältnismäßig reagiert und Strafantrag bei der Polizei gestellt.
  • Zwischenzeitlich musste er schon zurückrudern, als ein anderer Jounalist beide Seiten anhörte.
  • Von den ursprünglich gestellten Forderungen bleibt eine Beschreibung übrig, die der aktuellen Situation entspricht. Trotzdem ist davon die Rede dass kein guter Wille bei den Falken erkennbar sei.
  • Eine Lärmmessung während der "Enter Sandman" Metalparty ergab keine Grenzwertüberschreitung.
  • Die KriPo erfüllt ihre Pflicht, die Staatsanwaltschaft entscheidet wie erwartet: Verfahren in allen Punkten eingestellt.
  • Statt der einen Heavy-Metal-Party im Monat und der Gothic-Party alles 2 Monate, haben die Falkendom-Betreiber die vorgeschlagene Begrenzung auf zwei Parties im Monat aufgenommen und veranstalten "Guitarmen of the Apocalypse" jetzt ebenfalls monatlich. (Die Konzerte laufen natürlich separat weiter.)
Zuletzt geändert von Burning Becks am Mo 2. Jun 2014, 08:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon Burning Becks » So 16. Feb 2014, 15:07

Ach ja: Google[Bot] bitte auf den Index der Suchmaschine damit!
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Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon Google[Bot] » So 16. Feb 2014, 16:08

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Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon Fallen Walls » Di 18. Feb 2014, 20:19

Genau so einen Fall hatten wir in Asemissen Neben der Festhalle. Festhalle Gebaut und ordendlich genutzt. Dann ist da irgendein Miesepeter dahingezogen der solange Stunk gemacht hat das sämtliche Feierlichkeiten in der Halle um 22 Uhr zuende sein müssen. Zum Glück hat sich der Dom nun nicht so in die Suppe spucken lassen ! :tumbsup:
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Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon Burning Becks » Mi 19. Feb 2014, 09:09

Lobe den Tag nicht vor dem Abend - bis zur Erneuerung war ja "nachts" einige Zeit Tempo 30 auf der Detmolder Straße...
Nur zur Erinnerung: Bielefeld wird 800 Jahre alt - und ungefähr so lange was die schon Hauptverkehrsader!!
:vomit:
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Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon Börgy » Do 20. Feb 2014, 12:55

Es scheint mir übrigens gerade als ob ein kleiner Silberstreif den Horizont erhellt:

Burning Becks hat geschrieben:Hätten sie es nicht getan, wäre wohl ähliches passiert, wie dem JZ Kamp, wo die Nimbys am Ende den Laden dicht machen konnten (NW-Artikel).

Ist anscheinend nicht mehr aktuell: Ich hörte die Tage, der Kulturkombinat Kamp e.V. hätte seine Arbeit wieder aufgenommen. Ein Blick auf deren Homepage http://www.jz-kamp.de/ zeigt, dass ab März anscheinend wieder Veranstaltungen angesetzt sind, allerdings alle im Bunker Ulmenwall... auf der Informations-Unterseite "Über uns" jedoch liest sich der Satz:
Das Kulturkombinat Kamp e.V. war und ist der Veranstalter des Kulturprogramms im JZ Kamp.
Das klingt so, als ob man doch auch noch (oder wieder) im Kamp veranstaltet... Ich war jetzt nie wirklich ein Kamp-Gänger aber für die Bielefelder Kulturlandschaft lässt sich hoffen, dass es tatsächlich so ist...

Der Bunker Ulmenwall hat zwar Sanktionen bekommen, jedoch anscheinend einen Weg gefunden, diese doch noch aufzufangen und weiter zu existieren.

Die hauptbeschwerdeführende Mieterin beim Black Rose scheint ausgezogen zu sein (also es wurde mir erzählt, keine Tatsache, da ich selber nichts davon direkt mitbekommen habe ;-) )...

Und auch die Tatsache, dass die Beschwerden und Anzeigen eines gewissen Nachbarn vom Falkendom bisher komplett ins Leere gelaufen sind und nur zeitweise ein wenig Staub aufgewirbelt haben lassen hoffen... Zumindest sollte dieser Nachbar es nicht doch noch schaffen, mehr Nachbarn auf seine Seite zu ziehen, gehe ich nicht davon aus, dass er mit seinen Aktionen mehr schafft als die Polizei von "richtiger" Arbeit abzuhalten...

Vielleicht ist hier in Bielefeld ja doch noch nicht alles so verloren, wie es im letzten Jahr ausgesehen hatte :prost:
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Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon Rue » Do 20. Feb 2014, 14:07

Zum Kamp sei gesagt, dass die damals dort ansässige Veranstaltungsgruppe nie wirklich weg war, sich halt nur neu orientieren musste.
Wenn man sich die Veranstaltungen anschaut, so merkt man aber, dass alle im Bunker Ulmenwall stattfinden. Im eigentlichen JZ Kamp Gebäude wird nichts sein.

Ehrlich gesagt würde mich es auch SEHR stark wundern,wenn die Kulturkombinat Gruppe jemals wieder was mit/im JZ Kamp machen würde, so wie das zuende gegangen ist.
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Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon Burning Becks » Do 20. Feb 2014, 21:43

Börgy hat geschrieben:Die hauptbeschwerdeführende Mieterin beim Black Rose scheint ausgezogen zu sein (also es wurde mir erzählt, keine Tatsache, da ich selber nichts davon direkt mitbekommen habe ;-) )...
Wenn "ausgezogen sein" "ehrenrührig" ("Schmähkritik") wäre, wärst du (Anzeige vorausgesetzt) trotzdem dran: "Verbreiten" zählt hierzulande auch, man muss nicht "behaupten". Zusätzliche muss die Person ntürlich von hier aus identifizierbar sein... ;)

Ja, das hörte ich auch von mehreren Stellen. Diese Aktion war wirklich einer "Normanna" würdig (im Sinne von "bildet 1:1 das Meme nach" - In My Humble Opinion):
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Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon Burning Becks » So 20. Jul 2014, 12:50

Ende Mai wurde versucht das Thema nochmal auf anderer Schiene hochzukochen.
Die "Regulars" können sich unter http://www.metalforum-owl.de/gallery2.php?g2_itemId=7278 ein Bild davon machen, was da versucht wurde und warum die ganze juristische Schiene von vornherein sowieso nie zum Ziel geführt hätte.

Worum es geht, habt ihr ja sowieso schon auf anderen Kanälen mitbekommen, aber wenn ich schon die Daten der Rechtsschutz-Police irgendwo hinterlassen (und ggf. die Selbstbeteiligung zahlen) muss, dann sollt ihr wenigstens mitschmunzeln können.
...außerdem sind die Sachverhalte so oder so gut zu wissen.
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Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon Börgy » Mo 21. Jul 2014, 00:15

ich kann mich nicht entscheiden... soll ich nun so :wallbash: oder so :mrgreen: tun... oder vielleicht doch einfach so :ugly: man weiß es nicht... ;-)
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Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon Fallen Walls » Mo 21. Jul 2014, 14:39

:boobies: das an becks stelle und das :tuete: sollte er kerl mal machen
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Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon matze » Di 22. Jul 2014, 08:36

Das ist wohl einfach Bitterer Ernst. :-D
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Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon derfloh » Di 22. Jul 2014, 13:05

:lol:
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Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon Fallen Walls » Di 22. Jul 2014, 22:56

:lol:
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Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon Burning Becks » Sa 20. Aug 2016, 13:05

Betrifft nicht direkt den Falkendom, aber da er in NRW liegt, könnte sich tatsächlich auch hier was bewegen. :)

Mehr Toleranz bei Freizeitlärm - Tagesgespräch - Sendungen - WDR 5
In manchen Städten reicht oft die Klage einer einzelnen Person, um eine Kulturveranstaltung zu behindern. Dem steht das Interesse einer großen Gruppe von Nachtschwärmern entgegen, die ihre Freizeit in Feierlaune verbringt und damit natürlich auch die Innenstädte belebt.

BTW: Artikel zur Sanierung...
Falkendom wird für 840.000 Euro saniert - Neue Westfälische, 11.09.2015
Falkendom heller und barrierefrei - Neue Westfälische, 21.07.2016
...und natürlich steht auch was auf http://www.falkendom.de/
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Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon Burning Becks » Do 27. Okt 2016, 08:22

Lest selbst:

http://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/mitte/20959818_Gericht-stoppt-Partys-und-Musik-im-Falkendom.html
Zwar stehe das Hauptsacheverfahren noch bevor, aber bis dahin sei man an das Urteil gebunden. "Wir machen seit vielen Jahren offene Jugendarbeit im Auftrag der Stadt. Dazu gehört auch Kulturarbeit für Jugendliche." Das heutige Konzert sollte das erste Konzert im neuen Falkendom werden, der seit September 2015 wegen des Umbaus geschlossen war. "Alle haben sich schon darauf gefreut. Jetzt müssen wir für die Konzerte neue Bühnen finden oder sie so vorverlegen, dass bis 22 Uhr Schluss ist."
Aus Göddes Sicht ist Letzteres Non-sens: "Das sind Angebote für Jugendliche ab 16 Jahren, damit die sich nicht heimlich in die Diskos schleichen. "Wenn wir aber schon um 22 Uhr zu machen, kommt niemand." Auch das geplante Eröffnungsfest stehe auf der Kippe.

...und wie oben beschrieben: Vorsicht mit Max Liebermann Zitaten etc.
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Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon derfloh » Do 27. Okt 2016, 11:58

Ich finde, dann sollte dort von nun an jeden Tag ein Konzert veranstalltet werden ;)
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Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon Urmel » Do 27. Okt 2016, 12:08

Ich habe das auch gerade gelesen. Da bin ich jetzt echt sprachlos, mir fällt kein Kommentar dazu ein, dabei bin ich ein recht fleißiger NW-Artikelkommentator ;)
Rü schrieb schon von "Unverschämtheit", was ich gut nachvollziehen kann, die Rechtslage war aber offensichtlich zumindest bzgl. des Eilantrags recht klar.
Naja, warten wir also den Ausgang des Hauptverfahrens ab.
Wer hat denn da gezündelt? Herr Wittenbreder wird doch wohl nicht so dumm gewesen sein.
Die Musik spricht nicht die Leidenschaft, die Liebe, die Sehnsucht dieses oder jenes Individuums in dieser oder jener Lage aus, sondern die Leidenschaft, die Liebe, die Sehnsucht selbst.
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Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon matze » Fr 28. Okt 2016, 22:54

Eilverfahren wie einstweilige Verfügungen werden in der Regel nur sehr oberflächlich geprüft, eben weil es schnell gehen muss. Grade am Verwaltungsgericht Minden hat man in solchen Sachen meistens erfolg. Das bedeutet für die Hauptsache erstmal gar nichts, meistens geht es in solchen Fällen für die Betreiber und Veranstalter gut aus. Eilverfahren sind das Papier nicht wert auf dem sie gedruckt sind. Selbst so populäre Fälle wie Apple gegen Samsung sind so gelaufen. Im Eilverfahren gab man Apple recht und sie hätten den Verkauf der ersten und auch der zweiten Galaxy Tab Serie stoppen können, hat Apple aber nicht, aus Angst im Hauptverfahren zu unterliegen und sich dann den horrenden Regressansprüchen von Samsung ausgeliefert zu sehen - zu recht wie wir heute wissen. Nun ist das hier halt einfach einige Dutzend Nummern kleiner, aber das selbe kann hier auch passieren. Wenn in der Hauptsache anders entschieden wird, könnte man den Herrn W. für entstandene Schäden durchaus haftbar machen, das werden keine exorbitanten Summen sein, aber wehtun könnte das schon. Doof ist nur, dass solche Verfahren gerne länger dauern und in dieser Zeit gilt eben das Ergebnis des Eilverfahrens. Ob der Dom nachher dann eben solche Forderungen auch stellt, ist natürlich fraglich, schließlich will man die Gesamtsituation nicht noch mehr verschärfen. Aber, wie heißt es so schön, man sieht sich immer zweimal im Leben. :)
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