Der Falkendom in den Medien

ENTER SANDMAN & Specials

Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon matze » Sa 29. Okt 2016, 11:24

Was mich dabei allerdings am meisten erschüttert ist die Tatsache, dass eine Lehrkraft zu so einem Kleinkrieg fähig ist. Ich hatte eigentlich gedacht, dass man aus der Motivation heraus Lehrer wird, mit Heranwachsenden zu arbeiten. Es sollte klar sein, dass mit fortschreitendem Alter diese Arbeit nicht auf die Zeit von 8 bis 13 bzw 15 bis 20 Uhr beschränkt werden kann und dass sie logischerweise auch aus mehr besteht als aus Singen und Klatschen.

Mal ganz davon abgesehen, dass eine Gesellschaft Subkultur braucht und das solche Orte als Raum für Subkultur dringend nötig sind.

Natürlich habe ich absolutes Verständnis dafür, dass man in seinen vier Wänden seine Ruhe haben möchte. Allerdings ist gemischte bzw. gewerbliche Bebauung (nach FNP) dann auch nicht unbedingt die richtige Nachbarschaft zumal der Dom da ja auch nicht erst seit gestern steht und in der bekannten Form genutzt wird.

Vielleicht sollte man da mal einen Flyer von der KfW in den Briefkasten werfen, mit Förderkredit 151/152 wären durchaus Fenster mit dreifach Verglasung und Fünfkammersystem drin, dann kriegt der nicht mal mehr mit wenn der Dom eines Tages nicht nur angezündet sondern gleich gesprengt wird. ;)
Grind is not a popularity show, for pathetic posing pricks, which think snuff, sexism and homophobia are so fucking cool! Grind is protest!
Benutzeravatar
matze
LEMMY
 
Beiträge: 5377
Registriert: Mi 20. Aug 2008, 14:05
Wohnort: Herford

Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon Burning Becks » Mo 31. Okt 2016, 15:23

Du hast ihren Anspruch doch schon im ersten Artikel gelesen: Bei offenem Fenster.
Falls das immer noch so ist, hilft wohl wirklich nur eine "Klage-Mauer", die dann in alle Richtungen sämtlichen Schall abfängt - wird die KfW wohl leider nicht fördern. ;)

Die Falken haben auf ihrer Homepage eine Stellungsnahme veröffentlicht, die NW hat sie aufgegriffen:
http://www.falkendom.de/
http://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/mitte/20963346_Falkendom-Betreiber-suchen-im-Laerm-Streit-jetzt-aussergerichtliche-Loesung.html

...und da wir schonmal dabei sind:
Burning Becks hat geschrieben:Im Gegensatz zu Mönter / der NW respektierte Martin Neitemeier ("mn"?) vom Westfalen-Blatt die "praktischen Regeln, die qualifizierten Journalismus auszeichnen" (siehe Pressekodex) und hörte erst beide Seiten an. Dieser Artikel ist unter http://www.westfalen-blatt.de/nachricht/2013-10-29-aerger-um-den-falkendom-9286910/701/ verfügbar - und im Gegensatz zur NW dürfen dort auch Kommentare gemacht werden.

Der im Eingangspost gelistete Link ist nicht mehr aktuell (Archiviert), aber unter http://www.westfalen-blatt.de/OWL/Lokales/Bielefeld/Bielefeld/2467662-Beschwerden-gegen-Heavy-Metal-Partys-keine-Einwaende-gegen-Ferienspiele-fuer-Kinder-Aerger-um-den-Falkendom kann man den Text noch lesen.
:tumbsup:

Das hätte ich mir von der NW bzgl. des "Falkendom plant besseren Schallschutz" Artikels auch gewünscht. (Eigentlich zusätzlich noch einen fetten Hinweis darauf über dem ersten Artikel, mit dem dieser ganze Sermon ja anfing...)

Nachtrag:

Wer im Fratzenbuch aktiv ist, der kann sich über diese Seite solidarisch zeigen
=> https://www.facebook.com/WirWollenJugendkultur/
Fresst Scheisse! Milliarden von Fliegen können sich nicht irren!!
Benutzeravatar
Burning Becks
LEMMY
 
Beiträge: 9702
Registriert: So 28. Sep 2008, 20:38
Wohnort: Bielefeld!

Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon Burning Becks » Di 1. Nov 2016, 14:49

André Maas vom Falkendom im Interview auf Hertz 87.9

Enter Sandman am 05.11. ist mittlerweile übrigens auch offiziell abgesagt.
Fresst Scheisse! Milliarden von Fliegen können sich nicht irren!!
Benutzeravatar
Burning Becks
LEMMY
 
Beiträge: 9702
Registriert: So 28. Sep 2008, 20:38
Wohnort: Bielefeld!

Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon Burning Becks » Mo 21. Nov 2016, 10:18

Laut der Facebook-Seite des Falkendoms hat das angesetzte Gespräch mittlerweile stattgefunden:
https://www.facebook.com/jz.falkendom/posts/749585768526484
Darüber hinaus wurden in dem harmonisch verlaufenen Gespräch verschiedene bauliche und auch organisatorische Maßnahmen erörtert, die geeignet wären, die Belästigungen der Nachbarn weiter zu verringern.

Wie es weitergeht, liegt nun in den Händen der Stadt. Sie ist Eigentümerin der Immobilie und muss die jetzt wahrscheinlich anfallenden Mehrkosten bewilligen. Gödde befindet sich hierzu bereits in Gesprächen mit dem Immobilienservicebetrieb (ISB) und dem Bauamt. Ebenfalls eingeschaltet sind Sozialdezernent Ingo Nürnberger und der Jugendhilfeausschuss des Rates. Dessen Vorsitzende Regine Weißenfeld hat angeboten, in dem Konflikt vermittelnd tätig zu werden.
=> Die Klage ist also (natürlich) längst nicht vom Tisch...

Leserbriefe zum Thema an die NW werden weiter auf https://www.facebook.com/WirWollenJugendkultur/ gesammelt.
Fresst Scheisse! Milliarden von Fliegen können sich nicht irren!!
Benutzeravatar
Burning Becks
LEMMY
 
Beiträge: 9702
Registriert: So 28. Sep 2008, 20:38
Wohnort: Bielefeld!

Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon Burning Becks » Sa 3. Jun 2017, 23:11

Es ist wieder ein abendliches Konzert im Falkendom angesetzt => 24.06.2017 - Falkendom Bielefeld, Timor et Tremor / Tongue / Infesting Swarm / Garden of Sinners :panda:
Fresst Scheisse! Milliarden von Fliegen können sich nicht irren!!
Benutzeravatar
Burning Becks
LEMMY
 
Beiträge: 9702
Registriert: So 28. Sep 2008, 20:38
Wohnort: Bielefeld!

Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon Burning Becks » Do 22. Jun 2017, 21:21

Hier einige Erläuterungen: http://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/mitte/21830740_Zu-laut-Heavy-Metal-Laermmessung-fuer-den-Falkendom.html
=> Wie Rü bereits richtig an anderer Stelle bemerkte: Da gehört "zu laut?" hin und nicht nen Doppelpunkt.
"Zu laut:" ist tatsächlich BILD-Niveau, weil ja noch gar nichts gemessen wurde.
Aber immerhin schreibt kein Ansgar Mönter (den man mittlerweile sogar bei Bretibart zitiert, BTW) mehr über dieses Thema...

Uli Gödde hat geschrieben:„Wir wollen ausdrücklich nicht, dass am Samstag alle extra leise sind. Alles soll realistisch sein."
Fresst Scheisse! Milliarden von Fliegen können sich nicht irren!!
Benutzeravatar
Burning Becks
LEMMY
 
Beiträge: 9702
Registriert: So 28. Sep 2008, 20:38
Wohnort: Bielefeld!

Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon derfloh » Fr 23. Jun 2017, 09:33

Uli Gödde hat geschrieben:„Wir wollen ausdrücklich nicht, dass am Samstag alle extra leise sind. Alles soll realistisch sein."

Ach!
derfloh
Voll-Kutte
 
Beiträge: 475
Registriert: Fr 2. Jan 2009, 02:16

Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon Burning Becks » Sa 24. Jun 2017, 16:29

Ab 19:00 erhöhtes Regenrisiko.
...für Regenwetter wird die Messung so oder so realistisch werden, schätze ich. :mrgreen:
Fresst Scheisse! Milliarden von Fliegen können sich nicht irren!!
Benutzeravatar
Burning Becks
LEMMY
 
Beiträge: 9702
Registriert: So 28. Sep 2008, 20:38
Wohnort: Bielefeld!

Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon Burning Becks » Mo 26. Jun 2017, 22:20

Burning Becks hat geschrieben:Hier einige Erläuterungen: http://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/mitte/21830740_Zu-laut-Heavy-Metal-Laermmessung-fuer-den-Falkendom.html
=> Wie Rü bereits richtig an anderer Stelle bemerkte: Da gehört "zu laut?" hin und nicht nen Doppelpunkt.
"Zu laut:" ist tatsächlich BILD-Niveau, weil ja noch gar nichts gemessen wurde.
Aber immerhin schreibt kein Ansgar Mönter (den man mittlerweile sogar bei Bretibart zitiert, BTW) mehr über dieses Thema...

Uli Gödde hat geschrieben:„Wir wollen ausdrücklich nicht, dass am Samstag alle extra leise sind. Alles soll realistisch sein."


Es lohnt sich ab und zu wieder nach den Kommentaren zu gucken!
Auswahl (Namen sind die nw.de-Namen):

matze hat geschrieben: Es ist schon kurios. Ich habe ja volles Verständnis für das Bedürfnis nach Ruhe und Frieden, vor allem des Nächtens. Ich verstehe auch, dass durch die gleichgeschaltete, lockerleicht Musikberieselung deutscher Fernseh- und Radiostationen, Rockmusik, speziell in ihren extremen Spielarten, nicht jedermanns Sache ist. Von "Lebensqualität erhalten" kann jedoch an dieser Adresse gar nicht die Rede sein. Nach den Online-Artikeln der beiden "großen" Lokalzeitungen zu dem Thema, lebt der Nachbar keine 10 Jahre an dieser Adresse, der Dom und die im Flächennutzungsplan festgeschriebene Misch- bzw Gewerbeflächen sind also schon deutlich vorher da gewesen. Es soll also eine Lebensqualität geschaffen werden, die dort bisher gar nicht existierte, aber selbst wenn ich den erhöhten Druck, durch sich verknappenden Wohnraum wohlwollend für den Nachbarn berücksichtige, kann ich die Ansprüche des Nachbarn nicht verstehen.

Man stelle sich mal vor jeder hätte so einen Nachbarn, es gäbe wohl keine Veranstaltungsorte, Spiel- oder Sportplätze mehr, sogar Kirchen müssten ohne Glockenturm und Orgel auskommen. Die Tatsache, dass die erstinstanzlichen Urteile der Verwaltungsgerichte sich in ihrer Rechtssprechung regelmäßig auf Seite der klagenden Nachbarn stellen, zeigt mir immer wieder, dass recht haben und Recht bekommen leider zwei unterschiedliche Paar Schuhe sind.

Ich will weiterhin Jugend- und Subkultur im Falkendom!
Witt68 hat geschrieben:Um die klugen Köpfe hier einmal auf den aktuellen Stand zu bringen: Zwei Familien klagen gegen die Stadt, somit haben sieben Personen ein großes Problem mit dem Falkendom. Beide Familien leben in ihren Häusern in der Sudbrackstraße seit 1910. Wie lange gibt es den Falkendom? Ach, ja, seit 1980. Auseinandersetzungen mit dem Falkendom gab es von Anfang an und das hatte mit meiner Person gar nichts zu tun. Also, wenn man noch nicht einmal Halbwissen hat, sollte man hier still sein!
McHell hat geschrieben: Um die klugen Köpfe hier mal aus Ihrem Sandkasten herauszuholen: es ist absolut irrelevant, wer wie lange schon vor Ort ist. Diese Argumentation ärgert mich schon seit die Diskussion begonnen hat, weil sie vollkommen blödsinnig ist und höchstens Vorschulniveau hat. Wir sind doch hier nicht auf Malle am Strand. Also ehrlich.
DerRü hat geschrieben:Nein. Man zieht ja auch nicht neben einen Flughafen und beschwert sich dann über die Lautstärke. Daher ist dieses Argument durch aus von Belang.
Brettermeier hat geschrieben:"Die Bösen" ist tatsächlich etwas ausgelutscht – warum redet der Autor also nicht lieber von Altruisten (die sich sich im Falkendom und drum herum engagieren, um Anderen etwas zu bieten) und Egoisten, die gefälligst "mit offenem Fenster schlafen" wollen? (Zitat völlig einseitiger NW-Artikel von 2013)
Direkt am Industriegebiet. Umgeben von 3728 Einwohnern/km² (laut Wikipedia).

Davon deren "Lebensqualität [zu] erhalten" kann keine Rede sein: Die wurde für die Kläger nämlich seit ca. 10 Jahren immer weiter ausgebaut. Zuungunsten der Jugendarbeit des Falkendoms.
Nicht nur ständig schärfer werdende Auflagen bzgl. der Zeiten gab es, MoBiel hat außerdem die Nachtbushaltestelle an der Meller Straße stillgelegt. Zusätzlich musste sich später ein "Wachmann" 1x monatlich auf dem Hof langweilen.
...und trotzdem wurde genauso regelmäßig die Polizei vorbei geschickt - die dann nach kurzem lauschen kopfschüttelnd abzog, um anderswo wieder sinnvolle Dinge zu tun.
Die Krönung war natürlich die Klage "im Eilverfahren" gegen die Stadt - passend zum Eröffnungsfest. Bin nun sehr gespannt auf das „Hauptsacheverfahren“.

Die neue Schalldämmung ist jedenfalls phänomenal: Man hört auf dem Hof bei normaler Zimmerlautstärke nicht mehr, dass drinnen das Konzert anfängt.
Mehr kann nun wirklich kein Anwohner verlangen.
Zuletzt geändert von Burning Becks am Do 29. Jun 2017, 20:34, insgesamt 1-mal geändert.
Fresst Scheisse! Milliarden von Fliegen können sich nicht irren!!
Benutzeravatar
Burning Becks
LEMMY
 
Beiträge: 9702
Registriert: So 28. Sep 2008, 20:38
Wohnort: Bielefeld!

Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon Burning Becks » Do 29. Jun 2017, 20:33

Beim o.g. Link ging es noch weiter:
Witt68 hat geschrieben:@Brettermeier und Rü: Altruismus bedeutet Uneigennützigkeit, das sollte man wissen, wenn man diesen Begriff heranzieht. Für die Konzerte, die bei Eventim zu haben sind, wird doch Eintritt verlangt. Erheben Sie sich nicht über unser Leben hier, Sie haben keine Ahnung und kein moralisches Recht dazu !
Brettermeier hat geschrieben:Niemand erhebt sich hier über Andere. Und spätestens seit dem Mönter-Artikel von 2013 hat die komplette Öffentlichkeit das Recht dazu, wenn nicht sogar die direkte Aufforderung bekommen über diese Sachverhalte zu diskutieren. (Nur geschieht die persönliche Einschätzung eben juridisch.)

Es entscheidet also jeder Leser selbst, ob es die respektablere Lebensgestaltung ist, sich in seiner Freizeit mit Anwälten zu treffen (bzw. gleich selbst Strafanträge zu schreiben), um seit Jahrzehnten etablierte, von der Stadt beauftragte und geförderte Jugendkulturarbeit zu Fall zu bringen (statt alle zwei Monate beim "Enter Sandman" mal mit geschlossenen Fenstern zu schlafen), oder Musik zu spielen und/oder nichtkommerzielle Konzerte zu veranstalten bzw. bei Partys als DJ mitzuhelfen.

Ja, Altruismus bedeutet Uneigennützigkeit. Nach Comte ist es eine absichtliche Verhaltensweise, die einem Individuum zugunsten eines anderen Individuums mehr Kosten als Nutzen einbringt.
Glauben Sie, Witt68, ernsthaft die Konzerte (oder Partys) würden mit Gewinnabsicht veranstaltet!?

Da ich selbst nur Gast bin, darf man mich gerne korrigieren, aber die Bielefelder Kulturlandschaft ruht in diesem Bereich größtenteils auf den Schultern einiger Privatpersonen, die (auf eigenes Risiko) in ihrer Freizeit Konzerte veranstalten:
Niemand von denen verdient damit Geld - man ist froh, wenn im Laufe des Abends endlich die "schwarze Null" steht. Ohne freiwillige Helfer aus dem Freundeskreis und die Genügsamkeit der Musiker funktioniert überhaupt nichts.
Der Falkendom bietet hier lediglich ein Fundament, auf dem man -genug Eigeninitiative vorausgesetzt- aufbauen kann. Und da manche Konzerte überregional Aufmerksamkeit erregen, müssen die Veranstalter den Gästen mit entsprechend langer Anreise auch irgendwie ihre Karten zusichern können. Wie sie das tun ist deren Sache und hat nichts damit zu tun, ob sie nicht am Ende des Abends doch (teilweise vierstellig) draufzahlen.
Im Falkendom gilt: „Ein Musiker ist jemand, der 5000€ an Ausrüstung in ein 500€-Auto packt, um 250km weit zu einem Konzert zu fahren, bei dem er 50€ Spritgeld bekommt“ - auch und gerade für die Veranstalter von Konzerten und Partys.
Das nenne ich also zu Recht, im Sinne des Erfinders nämlich, Altruismus.
DerRü hat geschrieben:"Um die klugen Köpfe hier einmal auf den aktuellen Stand zu bringen:"
Der Begriff und die Definition von Altruismus ist bekannt und geläufig. Danke.
Der Sinn des Eintrittgeldes ist es, dass sich das Konzert selbst trägt, da zwangsweise Unkosten entstehen. Sollte es einen Gewinn geben kommt der auf die hohe Kannte um das Risiko eines Verlusttest bei kommenden Abenden zu minimieren. Kurz das ganze ist ein sich möglichst selbst erhaltender Kreis, OHNE Gewinnausschüttung. Da gehen dann aber noch viele Stunden an unbezahlter Vorbereitungszeit mit hinein. Wenn man dies als Opportunitätskosten mit berücksichtigt ist es sogar ein Verlustgeschäft. Und dies wird alles, auch das finanzielle Risiko, mehrfach von einfachen Privatpersonen in kauf genommen um die subkulturelle Landschaft zu bereichern.
Wie Sie also selbst sagten "Erheben Sie sich nicht über unser Leben hier, Sie haben keine Ahnung und kein moralisches Recht dazu !"



Unter http://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/mitte/21838235_Rechtsstreit-Zweite-Laermmessung-im-Falkendom-faellt-aus.html geht es derweil weiter:
...sollte am kommenden Samstag, 1. Juli, nun die Satireshow „Hertz an Hertz" mit dem Titel „Obergrenze – Wie laut darf Satire sein?" ein zweites Ergebnis liefern.
Doch zwei Tage vor dem Auftritt hat das Gericht nun mitgeteilt, dass die Satireshow nicht als Testveranstaltung anerkannt werde, heißt es in einer Mitteilung des Falkendoms. Sie sei nicht repräsentativ für das Programm des Falkendoms, so die Begründung.

Direkter Link zur Stellungnahme der Satiriker => https://www.facebook.com/HertzAnHertz/videos/985889821550700/
(Der Ton wurde anscheinend mit einer Kartoffel aufgenommen :panda: )
Fresst Scheisse! Milliarden von Fliegen können sich nicht irren!!
Benutzeravatar
Burning Becks
LEMMY
 
Beiträge: 9702
Registriert: So 28. Sep 2008, 20:38
Wohnort: Bielefeld!

Re: Der Falkendom in den Medien

Ungelesener Beitragvon Burning Becks » Mo 17. Jul 2017, 09:19

Kommentar-Update bei http://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/mitte/21838235_Rechtsstreit-Zweite-Laermmessung-im-Falkendom-faellt-aus.html:
McHell hat geschrieben:Ich muss mich wirklich wundern, dass es zu diesem Thema nicht mehr Kommentare gibt. Stattdessen unterhält man sich im alten Beitrag über den Begriff des Altruismus.
Im Kontext des vorliegenden Berichtes ist es mehr als bedenklich, dass eine eindeutig als repräsentativ einzustufende VA des JZ Falkendom nicht als eine solche anerkannt wird. Man geht offenbar davon aus, dass VAs des Falkendoms grundsätzlich laut zu sein haben. Man ignoriert dabei offenbar konsequent, dass der Falkendom aufgrund diverser Beschwerden sein Programm zugunsten der Nachbarschaft deutlich modifiziert hat. Soll heissen: in den zwei Jahren vor dem Umbau gab es deutlich mehr Singer und Songwriter Konzerte, Satire-Shows von Hertz und jede Menge Theaterveranstaltungen, als z.B. übermässig laute Konzerte oder Parties. Übrigens alles und für jeden im VA-Archiv nachzulesen. Daher empfinde ich es schlicht als Frechheit und höchst ignorant (wer auch immer für diese Entscheidung verantwortlich ist) , die Repräsentanz einer solchen VA, wie die Satire-Show infrage zustellen.
Juristisch mag das ein geschickter Zug sein, aber es gibt auch noch sowas, wie den gesunden Menschenverstand, den ich den Verantwortlichen hiermit in aller Ausdrücklichkeit nicht bescheinigen kann. Die Entscheidung zur Zukunft des Falkendoms scheint demnach offensichtlich bereits gefallen zu sein. Bitte, liebe Stadt Bielefeld, setze dich konzentriert und vernünftig mit dem Thema auseinander, ansonsten erspare und diese Farce!


Außerdem berichtet mittleweile auch das Westfalen-Blatt:

http://www.westfalen-blatt.de/OWL/Lokales/Bielefeld/Bielefeld/2904065-Rechtsstreit-weitere-Messungen-geplant-Anwalt-beklagt-merkwuerdigen-Stil-Viel-Laerm-um-den-Falkendom
Die Dekra, die die Messungen erhoben hat, hat nach Angaben von Zurheide das Ergebnis noch nicht mitgeteilt. Das bestätigt auch Uli Gödde, Geschäftsführer der Bielefelder Falken. »Die Werte müssen noch bereinigt werden«, sagt er. Schließlich müssten bei der Berechnung auch externe Lärmquellen miteinbezogen werden.
Erster Kommentar:
Falkendom Stammgast hat geschrieben:Mit Verlaub: Um die Kundschaft von Klägeranwalt Zurheide „durch den Kakao“ zu ziehen, bedarf es keiner Satiriker. Ende 2013 haben sie selbst eine öffentliche Debatte gestartet, die jeder verfolgen (und sich seinen Teil denken) kann. Mir hat sich dazu ein Zeitungsfoto aus dem Garten einer der Parteien im Gedächtnis eingebrannt. Zusammen mit der Forderung, nachts bei offenem Fenster schlafen zu können - mitten in der Innenstadt, im Mischgebiet, auf der Grenze zum Industriegebiet (in dem der Falkendom seit Ende der 70er liegt).

„Das Gesprächsklima“ scheint auch noch nie gut gewesen zu sein – jedenfalls beruht dort offenbar nichts auf Gegenseitigkeit:
Man sieht einerseits den Falkendom seit ca. 10 Jahren immer früher schließen, das Programm anpassen (in Richtung „leiser“ und „früher“), Aufpasser auf den Hof stellen und neuerdings zum Ende hin den Weg in Richtung Sudbrackstraße absperren. Wie man bei dem ganzen Drumherum noch sinnvolle Jugendarbeit machen kann, ist mir schleierhaft. (Zur Zielgruppe gehören dabei auch 18- bis 26-Jährige - die gehen nunmal nicht um 23:00 Uhr ins Bett.) Vorher war diese Jugendarbeit Jahrzehnte lang möglich.
Auf der anderen Seite steht nicht nur der Zeitpunkt der Klage: „Eilverfahren“ im Oktober 2016, direkt vor der Wiedereröffnung - nach monatelanger Renovierung zur Verbesserung des Schallschutzes. Vorher wurden Polizeistreifen regelmäßig -pauschal- zum Falkendom geschickt, obwohl sie nie einen Grund zur Beschwerde feststellten. Selbst die Staatsanwaltschaft wurde im Rahmen der öffentlichen Debatte mehrfach eingeschaltet, wenn Personen sich öffentlich zum Thema geäußert hatten (aber eben nicht im Sinne der Kläger). Seien es nun direkte Nachbarn, die Leserbriefe geschrieben hatten, oder Kommentatoren im Internet.

Bitte am Ball bleiben, Westfalen-Blatt! Es geht um eines der letzten verbliebenen Jugendzentren – nicht nur für die Drittelmillion Bielefelder, sondern auch für den Rest von OWL.
Und wo bleibt die Politik, die Ende 2013 noch Pressemitteilungen und Statements veröffentlichte?

Der neue Schallschutz ist übrigens über jeden Zweifel erhaben: Beim „Noctura VI“ am 24.06. hörte man draußen, bei geschlossenen Türen, nicht mehr, dass die Bands drinnen anfingen zu spielen.

http://www.westfalen-blatt.de/OWL/Lokales/Bielefeld/Bielefeld/2905362-Rechtsstreit-Stadt-will-mit-Nachbarn-ueber-Schallschutzmassnahmen-sprechen-Falkendom-weitere-Laermmessungen-abgesagt
Zudem sei klar, dass die Musik im Falkendom an der Meller Straße weniger der Grund für die hohen Werte sei, sondern eher die Geräusche und Gespräche der Besucher im Außenbereich. Jetzt wollen die Falken und die Stadt als Besitzer der Immobilie ein Gespräch mit den Nachbarn führen, die gegen die Baugenehmigung für den ausgebauten Falkendom geklagt hatten. Das Gespräch soll direkt nach den Sommerferien erfolgen.
Fresst Scheisse! Milliarden von Fliegen können sich nicht irren!!
Benutzeravatar
Burning Becks
LEMMY
 
Beiträge: 9702
Registriert: So 28. Sep 2008, 20:38
Wohnort: Bielefeld!

Vorherige

Zurück zu FALKENDOM / Bielefeld

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast